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Rektor fordert offenen Ganztag für Johannes-Gigas-Schule

„Wir werden mehr Zeit für unsere Schüler haben“

Lügde (jhe). Die Johannes-Gigas-Schule ist im Wandel: Erst wurden Haupt- und Realschule zusammengelegt, dann die Mensa gebaut und nun sollen die Schüler des Realschulzweigs ganztägig unterrichtet werden. „Wir dachten uns, wir entwickeln ein neues Konzept, damit uns nicht langweilig wird“, feixt Schulleiter Uwe Tillmanns.

veröffentlicht am 11.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:41 Uhr

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Der wahre Grund ist aber ein pragmatischer: „Es ist praktischer, wenn alle Klassen einer Schule im selben Rhythmus ablaufen“, erklärt der Schulleiter. Denn bereits seit 17 Jahren ist der offene Ganztagsunterricht im Hauptschulzweig gang und gäbe. Für die Schüler bedeutet das, dass sie an mindestens drei Wochentagen für mindestens sieben Zeitstunden an den ganztägigen Angeboten der Schule teilnehmen.

Der Ganztagsunterricht soll zudem helfen, den überfüllten Stundenplan aufzulockern. Da in den vergangenen Jahren die Stundentafel „regelmäßig aufgebläht“ worden sei, „können wir sie nicht mehr allein am Vormittag abdecken“, erklärt der Schulleiter. Schon jetzt unterrichten die Lehrer mindestens einmal in der Woche auch nachmittags die Schüler des Realschulzweiges – mit Ausnahme der fünften Klassen. An einem zweiten Nachmittag bietet die Johannes-Gigas-Schule Sport-, Musik- und Kreativ-Arbeitsgemeinschaften (AGs) an. Ein dritter Nachmittag ist mit freiwilligen Zertifizierungskursen ausgefüllt.

„Wir sind jetzt schon fast eine Ganztagsschule“, sagt der Direktor. „Aber wenn schon fast alles zutrifft, dann möchten wir auch einen 20-prozentigen Stellenzuschlag“ – so wie es für den offenen Ganztag üblich ist. Vier zusätzliche Planstellen mit über 100 Lehrerstunden könnte die Johannes-Gigas-Schule somit beanspruchen. „Wir werden mehr Zeit für unsere Schüler haben und uns intensiver um sie kümmern können“, verspricht Tillmanns. Das Geld für die zusätzlichen Angebote im sportlichen, künstlerischen oder musischen Bereich will die Johannes-Gigas-Schule aufbringen, indem sie einen Teil der Lehrerstellen in Geld umwandelt. „Wir können 0,4 Stunden kapitalisieren, damit hätten wir bis zu 25 000 Euro zur Verfügung“, rechnet der Rektor vor.

Damit die Schüler etwas von den neuen Angeboten haben und weiterhin dem Unterricht folgen können, soll für die Ganztagsschule der Stundenplan umgestellt werden. So sollen auch vormittags schon individuelle Lernzeiten und nicht nur Pflichtkurse angeboten werden.

Aber wann sollen die Schüler ihre Hausaufgaben machen, wenn sie den ganzen Tag in der Schule sind? „Wir werden gewährleisten, dass die Schüler mit der Schule fertig sind, wenn sie nach Hause kommen“, sagt Tillmanns. Hausaufgaben sollen unter Aufsicht in der Schule gemacht werden.

Auch über Zeiten und Tage für den Ganztagsunterricht hat sich das Kollegium schon Gedanken gemacht. Montags, mittwochs und donnerstags sollen die Schüler von 7.55 bis 15.30 Uhr unterrichtetet werden. „Der Dienstag ist ausgenommen, weil da die Schüler zum Konfirmandenunterricht gehen“, erklärt Tillmanns. Dieser Nachmittag stehe den Lehrern dann für Konferenzen oder schulinterne Fortbildungen zur Verfügung.

Ob die Ganztagsschule für den Realschulzweig verwirklicht wird, entscheidet die Bezirksregierung. Eine wichtige Voraussetzung erfüllt die Johannes-Gigas-Schule seit Anfang Oktober: eine warme Mahlzeit in der Mensa. Der Antrag für die offene Ganztagsschule liegt der Bezirksregierung in Detmold bereits vor – der Rat muss allerdings noch zustimmen. Einstimmig sprachen sich bereits die Mitglieder des Ausschusses für Kindertagesstätten und Schulen für das Konzept aus.

Mit der neuen Mensa erfüllt die Johannes-Gigas-Schule ein wichtiges Kriterium für den Ganztagsbetrieb.

Foto: Archiv

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