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Stadt will Besitzern die Scheu vor der Sanierung historischer Häuser nehmen

„Wir gehen auf die Leute zu und bieten ihnen unsere Beratung an“

Lügde (jl). So mancher Lügde Hausbesitzer hat im Laufe der Zeit unerfreuliche Erfahrungen mit dem Denkmalschutz gesammelt. Sei es, dass er sein altes Gebäude nicht streichen durfte wie er wollte, dass er nur eine bestimmte Sorte Holzfenster einbauen, spezielle Dachziegel verlegen durfte oder sich anderweitig gegängelt fühlte. Solch böse Erinnerungen sitzen fest und werden immer wieder zum Besten gegeben.

veröffentlicht am 09.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:41 Uhr

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Dabei liegt der Stadtverwaltung viel daran, Besitzern oder Interessenten die Scheu vor der Sanierung denkmalgeschützter Objekte zu nehmen. Denn insbesondere im historischen Kern der Emmerstadt stehen eine ganze Menge davon, die eine Instandsetzung bitter nötig haben.

„Wir gehen auf die Leute zu und bieten ihnen auch unsere Beratung an“, sagt Bauamtsleiter Günter Loges. Bei jeder Baumaßnahme sollten sich der Bauherr mit seinem Architekten und der Denkmalpflege zusammensetzen und Wünsche und Möglichkeiten abstimmen. Wenn tatsächlich mal etwas nicht umzusetzen sei, biete die Stadt auch alternative Entwürfe mit Unterstützung des westfälischen Amts für Baukultur an.

Außerdem, so betont Loges, werde nicht aus der Ferne eine Vorgabe übergestülpt, sondern vor Ort entschieden: „Die denkmalrechtliche Genehmigung kommt von der Unteren Denkmalschutzbehörde – und das ist die Stadt.“

Erst, wenn die Auffassungen aller Beteiligten überhaupt nicht unter einen Hut zu bringen seien, müsse ein Ministerentscheid her.

So weit ist es bei dem alten Ackerbürgerhaus in der Kanalstraße 17 aber noch längst nicht. Erst einmal hat der Bauausschuss nun bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung entschieden, dass das Gebäude in die Denkmalliste der Stadt Lügde aufgenommen wird. Eine Denkmalpflegerin vom Landesamt aus Münster hat die Denkmaleigenschaft schon festgestellt.

Anlass für die Aufnahme in die Liste war eine Anfrage des Eigentümers gewesen, der laut Jürgen Biastoch „wissen wollte, woran er ist“.

Das historische Ackerbürgerhaus in der Kanalstraße 17 soll jetzt in die Denkmalliste der Stadt Lügde eingetragen werden. Dafür haben die Politiker im Bauausschuss mit großer Mehrheit votiert.

Foto: jl



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