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Johanniter-Rettungshunde bei Übung im Movie Park dabei

Wie reagieren Rettungshunde auf Walking-Dead-Zombies?

LIPPE/HÖXTER. Eine Leiche – der halbe Körper weggegessen – liegt auf dem Bett, die Wände sind rußgeschwärzt und kaum Licht dringt in die Räume: So gruselig geht es zu im Movie Park Bottrop, der Szenen aus der beliebten Serie „The Walking Dead“ als neue Attraktion nachgestellt hat. Die meisten Menschen werden bei so viel Gruselfaktor eine Gänsehaut bekommen, aber wie reagieren ausgebildete Rettungshunde?

veröffentlicht am 07.12.2017 um 17:57 Uhr

Wer hat Angst vor Zombies? Sarah Köhne schickt ihren Vierbeiner Ben, der zum Rettungshund ausgebildet wird, auf die Suche nach Vermissten. Foto: Johanniter

Autor:

Gabriele Müller
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Das haben nun unter anderem drei Rettungshundeführer und ihre vierbeinigen Spürnasen aus dem Johanniter-Regionalverband Lippe-Höxter ausprobiert.

Seit drei Jahren öffnet der Freizeitpark in der Wintersaison, wenn er eigentlich geschlossen ist, seine Tore für ganz besondere Besucher: Dann nehmen Rettungshundeführer aus ganz Deutschland an diesem einmaligen Training teil. Organisiert wird es von Nicole Beutler, mehrfache Deutsche Meisterin im Rettungshundesport. „Ich konnte zum dritten Mal an dem Training teilnehmen und es ist jedes Mal für Hund und Mensch ein ganz besonderes Erlebnis“, schwärmt Jutta Sprenger, Leiterin der Johanniter-Rettungshundestaffel Lippe-Höxter. Zusammen mit ihren Staffelkolleginnen Marie-Christin Kobiela aus Horn-Bad Meinberg und Sarah Köhne aus Höxter hat die 44-jährige Höxteranerin Sprenger in Bottrop geübt, vermisste Personen in Wäldern oder Gebäuden zu finden und Hilfe zu alarmieren. Insgesamt waren 13 Hundeführer und 17 Hunde aus dem ganzen Bundesgebiet an der Übung beteiligt. „Manche Hunde zeigten sich beeindruckt von den seltsamen Gerüchen und Gestalten, die sie so noch nie erlebt haben“, erzählt Sprenger. Dass sich die Vierbeiner vom gruseligen Ambiente trotzdem nicht von ihrer Suche ablenken ließen, zeigt welches starke Team Rettungshund und Mensch bilden. „Voraussetzung ist, dass die Hunde uns absolut vertrauen. Nur dann werden sie sich ohne Zögern in jede ungewohnte Situation begeben“, so Sprenger.

Vertrauen und Geschicklichkeit übten Mensch und Tier auch auf dem großen Kinderspielplatz, den der Freizeitpark für das Training geöffnet hatte. Rutschen, Hängebrücken oder Kriechtunnel überwanden die Rettungshunde-Azubis aus Lippe-Höxter Anouk, Luna und Ben ohne Probleme. „Wir danken dem Movie Park, dass er uns dieses einzigartige Training ermöglicht hat“, sagt Jutta Sprenger. Zombies würden ihr bei ihrem normalen Training im Wald zwar nicht begegnen, trotzdem seien die Trainingsbedingungen im Movie Parkt nicht unrealistisch, betont die Staffelleiterin. „Auf der Kirmes, in einem Freizeitpark oder jetzt auf einem Weihnachtsmarkt, ein Kind kann schnell verloren gehen“, so Sprenger. Dann würde die Polizei in Lippe und Höxter die Johanniter-Rettungshundestaffel zur Hilfe rufen, die dank Zombie-Training für jede ungewöhnliche Situation gewappnet ist.

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