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Beim Neujahrsempfang der SPD wird über die Zukunftsaussichten der Stadt gesprochen

Wie ist Lügde aufgestellt?

LÜGDE. Was die Zukunft für Lügde bringen wird, darüber wurde beim Neujahrsempfang der SPD gesprochen.

veröffentlicht am 13.01.2019 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 13.01.2019 um 21:00 Uhr

Beim geselligen Miteinander (v. li.): Lügdes Bürgermeister Heinz Reker, Jörg Eickmann, Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome, MdL der SPD Jürgen Berghahn, Siglinde Patzig-Bunzel, Matthias Schlüter, Torben Blome und Martina Tigges-Friedrichs. foto: y
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Carlhermann Schmitt Reporter
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„Lügde ist eine Stadt, die seit den 90ern deutlich über 2000 Einwohner verloren hat“, bedauerte der Co-Fraktionsvorsitzende der Lügder SPD Torben Blome. In seiner Ansprache zur Lage der Kommune stellte er beim Neujahrsempfang fest, dass Verzagen nur eine Option seien. „Man kann auch versuchen, aktiv gegenzusteuern.“ Dass Lügde und die gesamte Region die Fähigkeit zur Krisenbewältigung besitzen, habe die Dynamik in der Möbelkrise der Nullerjahre gezeigt. „Die Region gehört zu den dynamischsten in Deutschland – mit ihren aufstrebenden Unternehmen insbesondere in der Elektroindustrie und vielen weiteren hidden champions.“ Blomes Lob richtete sich an die Politik, die großen Unternehmen und Arbeitgeber, die Handwerksbetriebe und Familienunternehmen bis hin zu den „vielen fleißigen und flexiblen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen, die gemeinsam den Strukturwandel bewältigt haben.“ Er erinnerte die Gäste im vollen Alten Brauhaus daran, dass kein Internethändler die örtlichen Vereine unterstütze, sondern nur die heimische Wirtschaft.

Und gerade diese Vereine selbst seien nicht zu unterschätzen mit ihrem Engagement für ein lebenswertes Umfeld, betonte die Zukunftsmanagerin der Stadt, Carolin Nasse, die das rege Lügder Vereinsleben als einen der weichen Standortfaktoren bezeichnete, mit dem die Stadt renommieren könne.

Carolin Nasse hielt einen Vortrag über die Chancen und Perspektiven der Stadt und zeigte auf, wie wichtig es sei, die weichen Standortfaktoren als Säulen gesellschaftlichen Wohlbefindens im Marketing herauszuarbeiten. Und dazu zählte sie neben Schulen und Kindergärten unter dem kulturellen Angebot vor allem das Vereinsleben aller Ortsteile.

Zukunftsmanagerin Carolin Nasse stellt die Möglichkeiten und Chancen Lügdes vor. foto: yt
  • Zukunftsmanagerin Carolin Nasse stellt die Möglichkeiten und Chancen Lügdes vor. foto: yt

Blome rechnete vor, dass mit den 15 Millionen Euro, die in das Humboldt-Gymnasium in Bad Pyrmont investiert wurden und den knapp 18 Millionen Euro, die in das Lügder Johannes-Gigas-Schulzentrum fließen werden, nahezu ideale Rahmenbedingungen für moderne Bildung und gute Zukunftschancen der Kinder vor Ort herrschen. „Wir wären auch sehr dafür, dass unsere Schulen noch enger kooperieren und vielleicht sogar einen entsprechenden Vertrag schließen“, sprach Blome einen Wunsch der SPD an.

Carolin Nasse benannte eine ganze Reihe von Projekten, die sie als Zukunftsmanagerin gemeinsam mit der Stadt, aber auch gemeinsam mit den Bewohnern, Unternehmen und Institutionen vorantreiben will. Den Blick der Zuhörer richtete sie zunächst auf die Förderlandschaft. Eingedenk der Tatsache, dass viele Maßnahmen einfach Geld kosten, ist sie auch sehr bemüht, den Lügder Einsatz durch Fördermittel deutlich zu erhöhen. Ihren Vortrag beendete sie mit einem Werbeblock in eigener Sache: „Als Geschäftsführerin des Marketingvereins freue ich mich über jedes weitere Mitglied.“ Denn gerade dieser Verein helfe mit, die Vorteile Lügdes herauszuarbeiten. Blome versicherte, „dass die überwiegende Mehrheit im ländlichen Raum leben möchte“. Sie tut es aber offenbar nicht. Und so möchte er, dass Lügde auch in den Wettbewerb tritt mit Hannover, Paderborn, Hameln, Holzminden, Höxter, Lemgo oder Detmold. Um da nicht ins Hintertreffen zu geraten, bedarf es eines mehr als halbherzigen Breitbandausbaus und auch eines Überdenkens des Verkehrskonzepts. „2019 wird die Elektromobilität wachsen“, zeigte sich Nasse sicher. „Dem werden wir mit weiteren Ladestationen Rechnung tragen. Konzepte der Vernetzung der Ortsteile werden erstellt und bald möglich implementiert und auch das Carsharing soll ausgebaut werden.“

Die Gäste hatten ganz viel zu hören bekommen, und als der zweite Co-Fraktionsvorsitzende Jörg Eickmann zum gemütlichen Teil überleitete, entzündeten sich sofort viele Diskussionen. An einem Tisch wurden Ausführungen über das gemeinsame Wohl und Wehe der beiden Geschwisterstädte Lügde und Bad Pyrmont im Talkessel der Emmer sofort mit einer Frage nach einem gemeinsamen Standort der Feuerwehr beantwortet: „Warum kein großes Feuerwehrhaus für die Wehren aus Bad Pyrmont und Lügde an der Pyrmonter Straße?“



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