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Bundestagsabgeordneter Christian Haase besucht mit Bürgern und Experten K+S Salzwerk

„Weser schützen“

BEVERUNGEN. Auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Christian Haase (CDU) und des CDU-Stadtverbandes Beverungen besuchten interessierte Bürger das K+S Bergwerk in Merkers und anschließend den Edersee. Sie kamen aus allen drei betroffenen Bundesländern: Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen.

veröffentlicht am 08.03.2018 um 18:04 Uhr

Seit Jahren wird über die Salzbelastung der Weser durch die Abwässer des K+S Salzwerks diskutiert. foto: pixabay
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Die Fahrt stand unter dem Motto „Weser schützen“. Viele Menschen in der heimischen Region setzen sich für eine Verbesserung der Gewässergüte sowie seiner touristischen Nutzung und Entwicklung ein. Bereits seit Jahren diskutieren die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes über die Salzbelastung durch die Abwässer der Firma K+S. Der aktuelle Bewirtschaftungsplan der Weser-Anrainerländer verspricht deutliche Verbesserungen. Kann und will die Fa. K+S diese einhalten? Welche Auswirkungen hat die geplante Pipeline an der Oberweser? Daher haben sich die Teilnehmer im ersten Teil mit K+S darüber informiert, wie das weitere Vorgehen in Sachen Salzabwässern konkret aussieht und welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden.

In der anschließenden Diskussion konnten die Anwesenden die regionalen Bedenken vortragen. Dabei ging es vor allem um die Sorge, dass die heimische Region die Verliererregion sein könnten, weil sich Hessen durch die Pipeline bis an die NRW-Grenze dem Problem entledigt.

Als Resümee blieb das Versprechen, alle Vorgaben des Bewirtschaftungsplanes einzuhalten. Die hierzu erforderliche Transparenz hat das Unternehmen durch ein Bürgerbüro in Hofgeismar erhöht. „Für uns ist allerdings auch wichtig, dass der Kreis Höxter und die Stadt Beverungen formal in die Verfahren eingebunden werden. Beide engagieren sich auch überregional mit anderen Kommunen in dieser Sache“, so Christian Haase.

Anschließend haben die Teilnehmer am Edersee von Thomas Viesehon noch einen aktuellen Stand zur Bewirtschaftung der Talsperre bekommen. Über diese wird sichergestellt, dass Hochwasser gebremst und im Sommer ein Mindestpegelstand die Schifffahrt auf der Weser weiter ermöglicht. Die Anrainer des Edersees möchten nun eine stärkere Berücksichtigung ihrer touristischen Interessen erreichen. Hierzu ist eine Initiative an das Bundesverkehrsministerium geplant, um die Bewirtschaftungsregeln zu ändern.

„Mir war es wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger vor Ort selbst einen Eindruck verschaffen und alle Fragen direkt adressieren konnten. Denn ich glaube, dass solche Entscheidungen nicht bei Treffen von Politikern in Berlin oder den Landesparlamenten getroffen werden sollten, sondern mit den Bürgern vor Ort“, so Haase.

Auch mit dabei waren Experten aus dem Rathäusern und dem Kreishaus. Der Beverunger Bürgermeister Hubertus Grimm sagte: „Es war wichtig für uns Beverunger, einmal mit Vertretern von Kali & Salz ins Gespräch zu kommen und die sicher unterschiedlichen Sichtweisen zur geplanten Oberweserpipeline auszutauschen. Auch beim Besuch des Edersees konnten neue Erkenntnisse im Hinblick auf die Funktion des Stausees im Zusammenhang mit der Oberweser gewonnen werden.“

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