weather-image
22°

Wie man im Lügder Rathaus mit Tennets Stromtrassen-Plan umgeht

„Werden das wach beobachten“

Lügde. Was die vom Netzbetreiber „Tennet“ geplante Stärkststromtrasse „Süd-Link“ betrifft, so scheint es, als könnten die Lügder gewiss sein, dass das seit einer Woche bundesweit diskutierte Projekt, das Süddeutschland mit Strom aus dem Norden versorgen soll, im Lügder Rathaus aufmerksam verfolgt wird. Jedenfalls versprach Bürgermeister Heinz Reker (parteilos) während am Montagabend im Rat: „Wir werden das wach beobachten.“

veröffentlicht am 12.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 08:55 Uhr

270_008_6926660_pn300_1202_Landkarte_II.jpg
Juliane Lehmann

Autor

Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hintergrund: Der vom Netzbetreiber veröffentlichte 1000 Meter breite Trassenkorridor (wir berichteten) berührt mehr als nur einen Ortsteil der Lügder Südstadt. Wo genau die Trasse dann langführt, steht somit zwar noch nicht fest. Aber Rekers momentanem Kenntnisstand nach könnte sie „zwischen Wörderfeld und Sabbenhausen, dann rechts an Rischenau vorbei und mit einen kleinen Schlenker zwischen Kollerbeck und Niese“ verlaufen. In einem von mehreren Telefonaten mit Tennet habe er betont: „Wenn Sie nie wieder von mir hören wollen, dann verlegen Sie die Trasse 50 Kilometer nach Westen oder Osten“, erklärte er scherzhaft. Allerdings habe er gesagt bekommen, dass die vor einer Woche veröffentlichte Variante „allen maßgeblichen Interessen“ in puncto Siedlungs- und Umweltverträglichkeit, aber auch Wirtschaftlichkeit gerecht werde, zitierte Reker die Auskunft von Tennet.

Das Planungs- und Genehmigungsverfahren laufe noch nicht, sagte Reker weiter, betonte aber: „Wir sollten uns nicht ausruhen.“ Das könne auch heißen, über Alternativen nachzudenken. Dort, wo es Siedlungen berühre, könne das auch Erdverkabelung bedeuten. Die Ortsbürgermeister von Elbrinxen und Rischenau, Hermann Wenneker (CDU) und Dieter Diekmeier (SPD), sprachen sich ebenfalls für einen aufmerksamen Umgang mit dem „Süd-Link“ aus.

Fraglich ist allerdings, ob ein kritischer Blick oder gar der Protest vor Ort Tennet von seinem Plan abbringt. Denn der im Sommer 2013 von Bundesregierung und -rat beschlossene Bundesbedarfsplan verpflichtet die Betreiber zum Ausbau der Stromnetze. Weil die somit ganz offiziell dem Gemeinwohl dienen, werden die betroffenen Landwirte die Überspannung dulden müssen. Das äußerten jedenfalls in der Materie kundige Juristen dieser Tage gegenüber der Presse. Wer das nicht tue, dessen Scholle könne enteignet werden.

Die dünnen pinkfarbenen Linien zeigen die aktuell durch Lügdes Südstadt führenden Stromleitungen. Kommt die Südlink-Trasse dazu, dann würde sie wohl unter anderem rechts an Rischenau vorbeiführen. Dann läge der Ort zwischen zwei Leitungen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?