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2014 pendelten mehr als 3500 Lügder täglich zu ihrem Arbeitsort / Großteil fährt nach Bad Pyrmont

Wer hier wohnt, arbeitet nicht unbedingt hier

Lügde. Um zur Arbeit zu kommen, pendelt in Nordrhein-Westfalen jeder zweite Erwerbstätige in eine andere Gemeinde. Wie das Statistische Landesamt „IT.NRW“ jetzt in seiner aktuellen Pendlerrechnung für 2014 mitteilt, sind das etwa die Hälfte der 8,87 Millionen Erwerbstätigen des Bundeslandes.

veröffentlicht am 17.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller und Juliane Lehmann
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Auch viele Lügder setzen sich jeden Morgen ins Auto oder in den Zug, um zu ihrem außerhalb der Emmerstadt gelegenen Arbeitsplatz zu gelangen. Denn bekanntlich gibt es hier nicht genügend Jobs für alle erwerbsfähigen Menschen. Vielen Lügdern bleibt also gar keine andere Wahl, als der Arbeit hinterherzufahren.

Aber es gibt auch Andere: Die arbeiten zwar in einer anderen Stadt, haben sich aber bewusst für die Annehmlichkeiten des Landlebens entschieden. Doch darüber vermittelt die Statistik der Behörde keinen Aufschluss. Die Zahlen belegen indes: Insgesamt 3592 Lügder pendelten 2014 täglich – die meisten davon ins nahegelegene Bad Pyrmont.

Ein Großteil der Lügder Pendler arbeitet außerhalb im Dienstleistungsgewerbe (2210 Menschen). 1294 Pendler arbeiten im produzierenden Gewerbe. Die Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen auch: Die Anzahl der Lügder „Auspendler“ übersteigt die Menge derjenigen, die sich zum Arbeiten aus anderen Orten hierhin aufmachen, deutlich: Auf die 3592 Lügder Auspendler kamen im vergangenen Jahr nur 1198 Einpendler. Die meisten von ihnen – ganz genau 401 Menschen – reisten aus dem benachbarten Bad Pyrmont an.

Die Strecke, die viele Pendler zurücklegen müssen, ist somit relativ kurz. Mit knapp 70 Kilometern pro Strecke gilt der Weg nach Hannover als die größte Distanz, die im vergangenen Jashr immerhin 55 Lügder überwinden müssen, um ihre Arbeitsstelle zu erreichen. Allerdings können – je nach Wahl der Fahrstrecke – für den Weg nach Bielefeld noch deutlich mehr Kilometer zusammenkommen.

Für ganz Nordrhein-Westfalen liegen die großen Städte erwartungsgemäß auf den vorderen Plätzen, wenn es ums Einpendeln geht. Allein nach Köln pendelten im Jahr 2014 täglich 311 100 Erwerbstätige aus Nordrhein-Westfalen. Nach Düsseldorf immerhin noch 289 100 und nach Essen 145 500 Menschen.

Für ganz Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: 17 Millionen Menschen verlassen hier täglich ihren Wohnort, um an ihren Arbeitsplatz zu pendeln. 8,5 Millionen von ihnen sind dafür länger unterwegs als eine Stunde und sechs Millionen legen eine Strecke zurück, die länger ist als 25 Kilometer.



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