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Spaziergänger rettet Labrador-Mix in der Hitze

Wer hat die Hündin in den Emmerwiesen angepflockt?

LÜGDE. Der Fund eines in den Emmerwiesen angepflockten Labradormischlings empört aktuell Hunderte von Tierfreunden. Via Facebook verbreitete sich die von einem Pyrmonter gepostete Meldung binnen eines Tages weit über den Lügde-Pyrmonter Talkessel hinaus.

veröffentlicht am 26.07.2018 um 21:21 Uhr
aktualisiert am 27.07.2018 um 11:25 Uhr

Dieses Foto hat der Finder der Hündin in den Emmerwiesen aufgenommen. Unbekannte hatten den Labrador-Mix bei über 30 Grad in der Sonne an einem Weidezaunpfahl festgebunden. Nun hoffen die Stadt Lügde und die Polizei Blomberg auf Hinweise, die bei der
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Der Post wurde am Donnerstag bis Redaktionsschluss fast 4000 Mal geteilt, und mehr als 400 Nutzer kommentierten ihn.

Vor allem wirft der Fall viele Fragen auf. Und er gibt jenen Rätsel auf, die ihn bearbeiten.

Doch der Reihe nach: Entdeckt wurde die mittelalte Hündin laut Polizei am Mittwoch gegen 18.30 Uhr von einem Pyrmonter Spaziergänger. Das Tier trug ein passgenau sitzendes schwarzes Geschirr. Aber die passende Leine fehlte. Stattdessen hatte jemand die Hündin mit einem mehrfach geknoteten kurzen Strick an einen Weidezaun gebunden.

Laut Polizei hielt der aufmerksame Pyrmonter zunächst Ausschau nach einem Herrchen oder Frauchen. Da die sich in der Nähe hätten aufhalten können, verließ er die Fundstelle für kurze Zeit wieder. Bald darauf kehrte er jedoch zurück, um nach dem Rechten zu sehen, sicherheitshalber mit Trinkwasser für das Tier dabei. Als er den Hund dann immer noch in der Hitze sitzen sah, informierte er die Polizei. So landete der herrenlose Vierbeiner zunächst auf der Pyrmonter Wache.

Da der Fundort auf Lügder Gebiet lag, wechselten der Fall und das Tier am Donnerstag das Bundesland. Die Ermittlungen übernimmt nun die Polizei Blomberg, und Lügdes Stadtverwaltung hat die Hundedame einstweilen in einer Tierpension untergebracht. „Wir warten jetzt ein paar Tage ab, ob jemand die Hündin erkennt oder einen Hinweis auf den Halter geben kann“, erklärt Ordnungsamtsleiter Manfred Engel das weitere Vorgehen.

Tröstlich immerhin: Besonders lange musste das Tier in der Hitze offenbar nicht leiden. Das lässt zumindest der Hinweis einer Zeugin hoffen, die sich am Donnerstag bei der Polizei meldete. Die Anliegerin des Lügder Brunnenwegs berichtete, sie habe am Mittwoch gegen 18.20 Uhr zwei dunkelhaarige junge Männer gesehen, die mit einem Hund in Richtung Emmerwiesen unterwegs gewesen seien. Der Strick sei ihr aufgefallen, und das Aussehen des Hundes passe zu den bei Facebook geposteten Fotos.

Ein anderer Hinweis einer anderen Frau erwies sich dagegen als Fehleinschätzung: Sie schloss aus einer bei Ebay entdeckten Verkaufsanzeige für ein Tier, dessen Foto der Optik des ausgesetzten Tiers zu ähneln schien, dass die Anbieter sich seiner nun in den Emmerwiesen entledigt haben könnten. Die Pyrmonter Kripo suchte die Halterin gestern auf – und traf dort auch deren Hündin an. „Sie ist viel kleiner als das Fundtier“, sagt ein Ermittler, der beide Tiere sah.

Dass der Fund-Hund gechippt ist, half der Polizei übrigens nicht weiter. Mit den beim Tierregister Tasso hinterlegten Daten war nichts anzufangen, die Spur lief ins Leere.

Die Betreiberin der Hundepension, die sich aktuell um die Hündin kümmert, beschreibt sie so: „Sie ist ein eher zierlicher Labrador-Schäferhund-Mix. Ihr Fell glänzt, sie wirkt sehr gepflegt, und sie ist sehr gut erzogen, freundlich, artig und auch nicht scheu.“ Dass es der Halter gewesen sei, der die Hündin ausgesetzt habe, könne sie sich fast nicht vorstellen.

Hinweise zu dem Tier und/ oder seinem möglichen Halter erbitten die Stadt Lügde (Telefon 05281 / 7708-0, heute von 7.30 bis 12 Uhr und dann wieder ab Montag, 7.30 Uhr) und die Polizei Blomberg (05235 / 96930, 6.30 bis 21.30 Uhr).



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