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Landwirt entdeckt Abfall im Landschaftsschutzgebiet / Ordnungsamt Lügde sucht nach Hinweisen

Wer hat den Müll in den Graben gekippt?

Lügde (jhe). In einem Seitengraben zwischen Lügde und Holzhausen sieht es aus wie bei Hempels unterm Sofa. Nur dass hier niemand sein Wohnzimmer zugemüllt hat, sondern ein Landschaftsschutzgebiet: Sperrholzplatten, Computerteile, Werkzeuge, Turnschuhe, eine zerlegte Kartoffelkiste und alte Farbeimer sind nur einige der Abfallteile, die ein noch unbekannter Umweltfrevler auf einer Strecke von zehn Metern im Graben gegenüber einem Blumenfeld für Selbstpflücker an der Hohenborner Straße verteilt hat.

veröffentlicht am 30.10.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:21 Uhr

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Johannes Ohms hat den Müll entdeckt, als er gestern Mittag mit seinem Trecker zum Feld fuhr. Und der Landwirt ist richtig zornig – zumal er so etwas in diesem Gebiet, außer Sichtweite der nächsten Häuser, schon mehrfach erlebt hat. Das letzte Mal lud im Sommer jemand seinen Müll zwischen den Feldern ab. „Aber so viel wie jetzt hier liegt, habe ich noch nie gesehen“, sagt Ohms. Er ist sich sicher, dass jemand im Schutz der Dunkelheit seinen Sperrmüll in den Graben warf.

Und er hat auch eine Vermutung, wer so etwas tun könnte: „Hier hat jemand seinen Keller leergeräumt. Die alten Werkzeuge haben fast schon Seltenheitswert.“ Das könne von niemandem kommen, der irgendwo zur Miete wohne, sondern müsse von einem Hausbesitzer stammen, kombiniert Ohms.

Ein Ehepaar, das täglich mit seinem Hund in der Feldmark spazieren geht, pflichtet dem Landwirt bei und kann nicht verstehen, wieso jemand seinen Müll einfach in die Landschaft kippt, „wo wir doch so ein gutes System haben und Sperrmüll kostenlos direkt vor der Haustür abgeholt wird“.

Gerade vor diesem Hintergrund meint auch Karl-Heinz Köhne vom Lügder Ordnungsamt, dass das Verhalten „nicht von gesundem Menschenverstand“ zeuge. Köhne will den Müll gleich am Montag von Mitarbeitern des Bauhofs abholen lassen. Dann werde geschaut, ob der Abfall Hinweise auf den Eigentümer gebe. Wenn der festgestellt werde, müsse er für den Schaden aufkommen. „Und das kostet schon richtig was“ – vor allem auch, weil der Müll in einem Landschaftsschutzgebiet liege, erklärt Köhne. Um welchen Betrag es sich handele, könne er allerdings nicht sagen. „Das hängt davon ab, um was für Müll es sich handelt“, so der Ordnungsamtsleiter. Könne kein Eigentümer ermittelt werden, dann müsse der Müll auf Kosten der Lügder abgeräumt werden. Aber die Erfahrung zeigt, dass nach solchen Taten, die laut Köhne „leider häufiger mal vorkommen“, die Müll-Eigentümer durchaus gefunden werden. Und so bittet Köhne auch mögliche Zeugen, die etwas Verdächtiges gesehen haben, um Hinweise an das Ordnungsamt unter Telefon 05158/770831.

Johannes Ohms nimmt Werkzeug und andere aussortierte Gegenstände in Augenschein, die er einem Feldweg nahe der Hohenborner Straße entdeckt hat.

Foto: jhe



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