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Grundschüler verzichten auf Ferientage

Wenn Schule Spaß macht

Lügde. Sechs Wochen lang Freizeit und nur das tun, wonach einem der Sinn steht: lange schlafen, Freunde treffen, in den Urlaub fahren und eben alles nachholen, wozu neben dem stressigen Schulalltag keine Zeit bleibt. Die Sommerferien zählen für die meisten Schüler zur schönsten Zeit des Jahres. Heute starten die Kinder und Jugendlichen aus Niedersachsen in die lange Sommerpause. Wenn am 22. Juli dann auch Nordrhein-Westfalen Ferien bekommt, haben die Niedersachsen schon mehr als die Hälfte ihrer Ferien rum – denn nur zwei Wochen überschneiden sich die Sommerferien der beiden Bundesländer in diesem Jahr.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

von jennifer bremer
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Für die Grundschüler aus Lügde, Elbrinxen und Rischenau, die zum nächsten Schuljahr auf das Bad Pyrmonter Humboldt-Gymnasium wechseln, würde das vier Wochen weniger Ferien bedeuten. Doch sowohl die Schulleiterin der Grundschule Lügde wie auch die des Grundschulverbands Rischenau-Elbrinxen haben sich etwas einfallen lassen: „Wer im nächsten Jahr nach Pyrmont zur Schule geht, darf der Schule offiziell ab dem 8. Juli fernbleiben“, sagt Anneli Runte, Leiterin der Grundschule Lügde – also zwei Wochen früher als planmäßig. Das gelte auch für die vier betroffenen Schüler im Grundschulverband Rischenau-Elbrinxen. Die vorgezogenen Ferien müssen sein, davon ist die Schulleiterin überzeugt, denn sie seien schließlich zur Erholung da.

Von den 42 Kindern, die derzeit in die zwei vierten Klassen „ihrer“ Grundschule gehen, wechseln 19 zum neuen Schuljahr ins niedersächsische Pyrmont. Aber keiner werde laut Anneli Runte das „gut gemeinte“ Angebot über die vollen zwei Wochen in Anspruch nehmen. „Die meisten wollen bis zum Ende kommen – in dem Alter gehen sie eben noch gerne zur Schule“, sagt sie und sieht’s als Kompliment. „Wir haben in den letzten beiden Schulwochen aber auch noch so viele tolle Sachen vor, die will eben niemand verpassen.“ Doch trotz all der guten Vorsätze der Kleinen: „Erfahrungsgemäß dünnt es sich dann in der letzten Schulwoche doch noch ein bisschen aus.“

Die zehnjährige Marina Brand ist eines der 19 Kinder von der Grundschule Lügde, die die vorgezogenen Ferien in Anspruch nehmen könnten. Aber auch sie will nicht früher gehen. Ihre Mutter Marion Brand ist von der Entscheidung ihrer Tochter wenig überrascht: „Mein Ältester hatte damals auch weniger Ferien und ist trotzdem bis zum letzten Tag geblieben.“ Die Kinder, so sagt sie, bilden eben eine tolle Gemeinschaft und das vom ersten bis zum letzten Tag.

Nur zwei Wochen haben Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gemeinsam Ferien. Für die Kinder aus Lügde, die nach den Ferien nach Pyrmont wechseln, bedeutet das weniger Freizeit.dpa



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