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Zwischen Tretminen am Strand und Brückensperrung – so feiern Lügdes Närrinnen Karneval

Wenn die „Santa Maria“ vor Anker geht

Lügde. „Jungs, wo seid Ihr denn?“ – Wer diese Frage beim kfd-Frauenkarneval stellt, muss sich schon lange suchend umschauen, um die hier ein paar echte Kerle zu entdecken. Zumal die unter dem feiernden Frauenvolk – DJ Hans Honscheid, Techniker Christof Becker, ein Reporter und zwei Wache schiebende Feuerwehrmänner – von der weiblichen Übermacht zum Inventar des Klostersaals gezählt werden.

veröffentlicht am 28.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Na dann: ein dreifach Lügde Helau, kfd helau! Unter dem Motto „Ahoi Lügde – Leinen los!“ schwappte die Begeisterungswelle der rheinischen Karnevalshochburgen wieder einmal offensichtlich ungebremst bis übers Emmerufer und riss dabei auch niedersächsische Närrinnen wie Renate Hertel und Eva Radtke mit sich über die Landesgrenze.

Auf ihrer Überfahrt in die fünfte Jahreszeit passierten die Lügder kfd-Frauen natürlich auch die Bad Freienwalder Brücke in der Nachbarstadt – weshalb die Pyrmonter das Bauwerk in weiser Voraussicht bekanntlich schon vor Jahren sicherheitshalber gesperrt hatten.

Ihren Ankerplatz hatte die närrische Crew indes schon am Strand des Lügder Emmerauenparks gefunden – der allerdings mit Tretminen tierischen Ursprungs vor kostümierten Eindringlingen gesichert schien.

Nach dem Entern der Klostermauern besannen sich die kirchlichen Frauen aber auch im Ausnahmezustand ‚Karneval‘ ganz schnell wieder auf die Werte ihres christlichen Glaubens: Nicht nur das schwedische Prinzesschen Leonore braucht einen Namen. Auch das Narrenschiff soll nicht als Heidenkind durch die fünfte Jahreszeit schippern. Und da sich der neue Pfarrer offenbar verfahren hat und erst im April in Lügde vor Anker geht, übernahm kurzerhand Gemeindereferentin Claudia Henke die stilechte Schiffstaufe der „Santa Maria“ mitsamt zersplitternder Sektflasche.

Eine Flasche ganz anderer Art machte Elisabeth Lang im Sketch „Die Wartenden“ zu schaffen. Während andere nicht auf den Helm beim Fahrradfahren verzichten, schwört sie auf ihre Wärmflasche. Verlässt die aber ihren angestammten Platz zwischen den Beinen und gerät in die Speichen, dann steppt der Bär inmitten der über 300 Frauen, die an zwei Tagen den altehrwürdigen Klostersaal im Grenzland Nordrhein-Westfalens zu Niedersachen zur Karnevalshochburg werden lassen.

Viele der schunkelnden Närrinnen haben sich zum Motto passend kostümiert. sbr



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