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Horst Evers hat im Klostersaal den ganz normalen Wahnsinn im Blick

Wenn der Internet-Router im Hof zur Frisbeescheibe wird

Lügde. Denken hilft zwar, nützt aber nichts. Zu dieser Erkenntnis scheint Horst Evers gelangt zu sein, bevor er sich seinem aktuellen Programm widmete: „Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen.“

veröffentlicht am 22.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Und während sich der Kabarettist am Samstagabend im Lügder Klostersaal wortgewandt über den ganz normalen Alltagswahnsinn ausließ, erzählten seine Hände die Geschichte auf ihre Art. Gestenreich legte er seinen Zuhörern dar, dass er es für Aberglauben halte, dass Bewegung Einfluss auf die Körpermasse habe. Und das herrliche Gefühl, sich nach einem anstrengenden Training in den Sessel plumpsen zu lassen, könne er auch ohne Training genießen. Die Gäste lachten so herzhaft, als könnten sie durchaus nachvollziehen, dass es sinnvoller sei, zum Abnehmen besser die Wiegemethode zu verändern.

In knapp drei Stunden überzeichnete Horst Evers Situationen, wie sie mehr oder weniger jeder kennen dürfte. So erzählte er von Jan, der sein Leben durch seine Computerkenntnisse völlig versaut hat. „Er lebt mittlerweile ganz zurückgezogen. Und auch meine Einladung nahm er nur an, nachdem ich ihm eidesstattlich versichert hatte, derzeit keine Computerprobleme zu haben.“ Ständig und überall drehe sich in seiner Gegenwart alles nur noch um technische Probleme.

Andererseits konnte der Kabarettist den Geräten der Kommunikationselektronik durchaus auch Positives abgewinnen: „Sie bringen Menschen zusammen.“ Quer über den Innenhof könne man sich von Fenster zu Fenster über deren Tücken austauschen. „Das ist Freiluft-W-Lan.“

„Für morgen ein Brot von gestern“

Und er hatte einen guten Rat für die Gäste parat: „Achten Sie bei der Auswahl ihrer Geräte auf eine gute Haptik und einen stabilen Bau. Dann macht es viel mehr Spaß, sie aus dem Fenster zu werfen.“ Und während das Publikum ob der Vorstellung eines in Frisbee-Manier durch den Hof schraubenden Routers vor Lachen kaum noch Luft bekam, wurde Evers fast philosophisch, als er die Trotzreaktionen seines Druckers beschrieb – vom Charakter her der ideale Wurfkandidat.

Ganz menschlich ging es in seiner Erzählung aus der Bäckerei zu, wo ein Kunde für morgen ein Brot von gestern vorbestellen wollte. Oder, als er kolportierte, dass ein Raucher wesentlich länger nicht rauchen könne als ein Nichtraucher rauchen.

Welches Thema Evers auch bearbeitete, es war den Gästen nicht unbekannt. Und so wurden die Lacher im Laufe des Abends immer schriller – bis sich zum Schluss hin das Gefühl breit machte, dass einige schon Schmerzen in der Bauchgegend hatten.

Er kennt sie alle, die Tücken der modernen Kommunikationselektronik – Host Evers im Lügder Klostersaal.

Foto: yt



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