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Meinungen über Maßnahmen differenziert

Weniger Lärm am Köterberg?

Köterberg. Auf den Straßen rauf zum Köterberg dröhnen die Motoren jetzt leiser – eigentlich. Denn „da gehen die Meinungen auseinander“, findet Ortsbürgermeister Heribert Grote. Nachdem das Thema auf die Tagesordnung im letzten Verkehrsausschuss gesetzt und besprochen wurde, scheiden sich die Geister an den „Zwischenergebnissen“ der Maßnahmen zur Lärmreduzierung rund um das beliebte Ausflugsziel für Motorradfahrer.

veröffentlicht am 13.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:21 Uhr

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Kreispolizist Udo Pydde hatte im Ausschuss einen ersten Vergleich gezogen und herausgestellt, dass es im Mai – als es noch keine Verkehrsmaßnahmen gab – viele Geschwindigkeitsüberschreitungen gegeben hatte. Ein Motorradfan soll besonders schnell unterwegs gewesen sein: mit 106 Stundenkilometern. Erlaubt waren 50. Mitte, Ende Juli hingegen, als die übergroßen Spiegel und Displays mit den Gesichtern der Kinder aus dem Ort angebracht waren, hätten schon deutlich weniger Biker aufs Gas getreten. Anne Helpup, Sprecherin des Kreis Lippe, nennt die Entwicklung immerhin „einen kleinen Erfolg“.

Für Grote ist das allerdings eher ein „Neu-Effekt“ als langfristige Lösung. Die Messungen sind für ihn „ zu Optimalbedingungen“ entstanden, da zu besagter Zeit die vermehrten Kontrollen der Polizei für etwas mehr Ruhe auf der Strecke zum höchsten Punkt im Lipper Bergland gesorgt hatte – und weniger die Displays und Spiegel. Er kennt die Stimmung im Dorf: „Die ist wieder ein bisschen gekippt“, seit die Beamten die verstärkten Kontrollen eingestellt und der Kreis die Bodenschweller wieder abgebaut hat. „Jetzt können wir wieder“, beschreibt der Ortsvorsteher die Gedanken bei den Motorradfahrern.

Der Kreis setzt in dem Thema auf das Einfühlungsvermögen der Zweiradfahrer und einen Lerneffekt: „Wir hoffen, dass die Motorradfahrer durch diese Maßnahmen sensibilisiert sind.“ Laut Helpup habe Pydde während der Geschwindigkeitskontrollen mit einigen Motorradfahrern gesprochen, die Verständnis für die Problematik am Köterberg zeigten. Andererseits lässt es sich am Köterberg mit dem Zweirad ja so wunderbar in die Kurven legen. „Das wollen sie sich auch nicht nehmen lassen“, erklärt Helpup, wie es um die Interessen der Motorradtouristen bestellt ist.

Vor den Herbstferien wolle man die Köterberger Bürger in den Dialog rufen, „um zu erfahren, wie es wirklich ist“, erklärt die Kreissprecherin.nin



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