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Welpenalarm mal acht

Lügder züchten Hunderasse, die bis vor kurzem noch vom Aussterben bedroht war

veröffentlicht am 31.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

von Julia RAu
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Lügde. Wenn Karin und Michael Pfeiffer mit ihren Hunden spazieren gehen, bilden sich nicht selten Menschentrauben um sie und ihre Hunde. „Man darf nicht stehen bleiben, sonst kommt man nicht wieder weg“, lacht der Hundebesitzer. Die vier riesigen und seltenen Landseerhunde, die er und seine Frau haben, sorgen für viel Aufsehen. Vor acht Wochen kamen nun sechs Welpen dazu.

Nur etwa 300 kleine Landseer gibt es jährlich in Deutschland. Damit es aber mehr werden, beginnt Familie Pfeiffer mit der Zucht. Der erste sogenannte A-Wurf von Brian und Hermine kam dennoch überraschend. „Wir hatten zwar überlegt, zu züchten, aber ab wann, überließen wir den Hunden“, so Karin Pfeiffer. Sie meldete den Deckakt an – das ist Vorschrift – und ließ den Hundetrieben freien Lauf. Die Pferdewirtin hat seit jeher Hunde, während ihr Mann sich bis zum ersten Landseer Brian nicht für die Vierbeiner begeisterte.

„Wir hatten uns in diese Rasse verliebt, nachdem der Hund meiner Frau tödlich verunglückte. Ich wollte nicht, dass sie so traurig ist und begann, mich nach Hunden umzusehen“, sagt der gelernte Erzieher. Bei einer Züchterin sind sie fündig geworden und in vier Jahren kam jährlich einer dazu. Zusammen mit den Welpen leben nun zehn Hunde im Haus. Und: Es sind riesengroße Hunde. „Brian wiegt 68 Kilogramm, wenn er nicht erzogen wäre, würde ich beim Spazieren hinterherfliegen“, sagt Michael Pfeiffer. Er hatte Brian einer alten Dame abgekauft und fand später in den tschechischen Papieren heraus, dass er ein Therapie- und Ausstellungshund ist. „Aus Jux gingen wir dann mal auf so eine Schau und Brian räumte alle Preise ab“, sagt seine Frau. „Er hat in Deutschland eingeschlagen wie eine Bombe“, ergänzt ihr Mann. Einmal sagte man ihnen, dass Brian vom ersten Landseer überhaupt abstamme. „Ob das stimmt, wissen wir nicht“, so die Züchter. Sicher ist aber, dass aufgrund seiner internationalen Titel und der Blutlinie der Rüde sehr gefragt ist. „Bei einer so seltenen Rasse droht Inzestgefahr, der Verein war deshalb begeistert, ein Mitglied mit frischem Blut zu haben.“ Und diese Linie soll weitergehen. „Ich denke, es wird nicht bei einem Wurf bleiben“, sagt Karin Pfeiffer trotz aller Strapazen. „In den ersten Wochen kümmert sich die Hundemutter um alles. Danach werden die Welpen agil und ich musste mit Klopapier hinterher.“ Selbst wenn alle stubenrein sind, gebe es noch jede Menge Haare wegzusaugen. Die Kosten von 100 Euro pro Monat und Hund stört die Pfeiffers weniger. Die Einnahmen des Verkaufs werden einfach in Futter reinvestiert.

Nichts macht die Rasselbande lieber, als im Garten zu toben.jmr



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