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Lügde ist eine der teuersten Regionen in Sachen kühles Nass

Wasser wird ab nächstem Jahr teurer

Lügde. 14 Hochbehälter und 124 Kilometer Leitungsnetz stehen für die Versorgung der Lügder Bürger bereit und müssen instand gehalten werden, so der Kämmerer Hans-Jürgen Wigge in seinem Vortrag vor dem Fachausschuss. Mit hohem Aufwand verursache dies Fixkosten von voraussichtlich etwas über einer Million Euro für den Haushalt 2015. Bei sinkendem Verbrauch, vermutlich durch weniger und kleinere Haushalte und Sparmaßnahmen bei den Verbrauchern verursacht, blieben die Fixkosten nahezu unverändert und müssten über Gebühren und Verbrauchsentgelte abgedeckt werden. Daher schlage die Verwaltung eine zukünftige Verbrauchsgebühr von 1,95 Euro pro Kubikmeter vor. Das wären 20 Cent mehr als im Vorjahr und das würde bei einem geschätzten Jahresverbrauch für eine vierköpfige Familie von 160 Kubikmeter Mehrkosten in Höhe von 32 Euro ausmachen.

veröffentlicht am 22.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Da Frischwasser anschließend zu Schmutzwasser wird, muss obendrein auch dieses wie Niederschlagswasser teuer entsorgt werden. Für Schmutzwasser sei ein zu erwartender Kostenaufwand in Höhe von rund 2 Millionen Euro abzudecken. Bei einem Verbrauchsanteil von 67,47 Prozent ergäbe sich nach Berechnung der Verwaltung eine Anhebung der Gebühren um 22 Cent auf 3,80 Euro pro Kubikmeter. Bei der Niederschlagsentsorgung hingegen käme man mit einer minimalen Erhöhung von einem Cent auf nunmehr 44 Cent pro Kubikmeter aus. Damit würde Lügde im Vergleich der durchschnittlichen Wasserkosten mit dem Kreis Lippe oder zum Landesdurchschnitt, was die Höhe der vom Bürger geforderten Beiträge betrifft, weiterhin einer der teuersten Orte sein.

Jörg Eickmann (SPD) schien diese zu erwartenden Erhöhungen Bauchschmerzen zu bereiten: „Solche Signale sind schlecht, wenn man bestrebt ist, junge Familie in unsere Kommune zu holen.“ Ute Schaper (CDU) hielt dagegen, dass Kostenumgestaltungen dann aber auch nicht zulasten von kleinen Haushalten und gerade älteren Alleinstehenden mit geringem Einkommen gehen dürften. „Auch diese Menschen dürfen wir nicht aus den Augen verlieren“, lautet ihr Appell.

Schließlich werden die Beschlussempfehlungen der Verwaltung für die Haushalts-Ratssitzung für Frischwasser einstimmig und für Abwasser mit 11 Ja- und 2 Gegenstimmen angenommen.

Ebenfalls einstimmig entscheidet sich der Fachausschuss für den Beschlussvorschlag zur Grundstücksentwässerung und zur Abfallentsorgung. Auch hier sollen die Gebühren gegenüber dem Vorjahr angehoben werden. So werde sich die Entsorgung der Entwässerungsanlagen pro Kubikmeter von 55,62 Euro auf 57 Euro verteuern. Bei der Abfallentsorgung, einer schwierigen Berechnungsmaterie, wie der Kämmerer vorträgt, soll es gar eine Senkung der Grundgebühren von derzeit 54 Euro auf dann 40,56 Euro geben. Dafür sollen die Verbrauchsgebühren angehoben werden. So werde zum Beispiel für eine graue 60-Liter-Tonne zukünftig 46,80 Euro anfallen und damit 11,40 Euro mehr als zuvor. Für die grüne 60 Liter-Tonne gäbe es eine Steigerung um 3,45 Euro auf dann 32,28 Euro.



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