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Förderverein des Elbrinxer Freibades steht vor einem schwierigen Jahr

Was wird aus dem Drei-Meter-Turm?

Elbrinxen. Gleich drei Baustellen hat der Förderverein des Elbrinxer Freibades auf seinem Auftragszettel stehen. Deren Erledigung nannte deren Vorsitzender Bertram Wegner auf der Mitgliederversammlung eine besondere Herausforderung für das dörfliche Ehrenamt und insbesondere für die Unterstützer der beliebten Freizeitanlage. Bauliche Maßnahmen haben die Helfer noch nie zurückschrecken lassen. Immer wieder wurde an der alten „Batze“, wie die Elbrinxer ihr Bad liebevoll nennen, kräftig gearbeitet. Umkleidebereiche wurden intensiv saniert, die Freifläche in einen einladenden Zustand gebracht und damit das Bad auf den neuesten Stand gesetzt. Die Beseitigung von Winterschäden steht in jedem Jahr an und auch die eine oder andere alte Pumpe musste schon erneuert werden. Jetzt wird die letzte Pumpe aus den siebziger Jahren ausgetauscht. „Derartige Investitionen sind wir gewohnt, doch jetzt stehen besondere Maßnahmen an, die auch den Geldbeutel richtig belasten werden“, so der diensthabende Schwimmmeister Marc Zachert. Nach dem Sprung eines jungen Badegastes vom Drei-Meter-Turm war es im letzten Jahr zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Das federnde Brett darf künftig nicht mehr benutzt werden. Planungen sehen die Erneuerung des Turmes mit einer Plattform vor. „Sehr wichtig war uns, das Angebot insbesondere für junge Besucher aufrechtzuerhalten. Und auch für die Ausbildung der DLRG ist der Sprungturm sehr wichtig. Wir haben uns mit der Stadt für eine Erneuerung ausgesprochen“, so Zachert. Während die Stadt die Materialkosten tragen wird, sind die Elbrinxer zu erheblicher Eigenleistung aufgerufen und auch bereit. Kosten von rund 20 000 Euro wird das Bauvorhaben dennoch verschlingen. Noch gravierender ist der im vergangenen Jahr festgestellte Wasserverlust im Schwimmbecken. Fast zehn Zentimeter sackte die rund 500 Quadratmeter große Schwimmfläche täglich ab, also ein Verlust von rund 50 Kubikmeter. Der Verlust wird zwar durch Brunnenwasser wieder aufgefüllt, die zusätzliche Erwärmung wird aber zu deutlichen Mehrkosten führen. Durch einen Riss in einer der Rohrleitungen im Bereich der Starterblöcke nahe dem angrenzenden Bachlauf sind erhebliche Erdarbeiten erforderlich, die bis zur Eröffnung des Badebetriebes im Mai nicht mehr erledigt werden können. „Wir haben uns mit der Stadt auf eine Sanierung nach der Saison 2016 verständigt“, hofft Bertram Wegner auf keine zusätzlichen Schäden, um den Badebetrieb nicht zu gefährden. Da dürften die Mitglieder die „dritte Baustelle“ weniger als Belastung ansehen. Der Verein möchte in den Kauf eines Zeltes für die Durchführung von Veranstaltungen wie dem Osterfeuer investieren und hofft nun auf die Unterstützung weiterer örtlicher Vereine und Sponsoren. „Unsere finanzielle Rücklage ist in erster Linie vorgesehen für Maßnahmen im Bereich des Freibades. Daher wäre eine alleinige Finanzierung nicht möglich“. Dank zollte der Vorsitzende den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz. Insbesondere die Besetzung des Kiosks habe sich gleich im ersten Jahr positiv dargestellt. An allen 128 Schwimmtagen hatte die Besatzung in Eigenregie für Essen und Trinken gesorgt. „Das wollen wir auch in diesem Jahr gewährleisten und vertrauen auf die Unterstützung aus dem Dorf“, so Wegner, wobei er auch die anderen Orte der Südstadt in den Kreis der Helfenden und Fördernden verstehen möchte. Auf einen müssen sie fortan allerdings verzichten: Kassierer Dennis Wesselmann ist nach Bielefeld verzogen und wird insbesondere den Stammgästen als vertrauensvoller Ansprechpartner fehlen. Jetzt sucht die Stadt Lügde einen interessierten Nachfolger.heb

veröffentlicht am 29.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:04 Uhr

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Vorsitzender Bertram Wegner im Gespräch mit Ingrid Golinski.

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