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Generalplaner stellten aktuellen Stand vor

Was tut sich auf dem Ramberg?

LÜGDE. Wie wird Lügdes einzige weiterführende Schule wohl in Zukunft aussehen? Wieviele Klassenzimmer wird sie haben? Und wie werden die Lügder, die der Schule längst entwachsen sind, den „Kultur- und Bildungscampus“ inklusive „Bürgerforum“ nutzen können?

veröffentlicht am 08.01.2019 um 22:48 Uhr

Die ab Ende der 1960er Jahre gebaute Johannes-Gigas-Schule hat einen gigantischen Renovierungsbedarf. Ein Neubau käme vielleicht billiger. Aber das Fördergeld bekommt die Stadt nur für eine Sanierung. Inzwischen stehen die Grundsätze der Raumplanung.
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Noch gibt es nicht auf alle Fragen verbindliche Antworten. Aber nächste Woche werden nicht nur Lügdes Schul- und Baupolitiker, sondern alle neugierigen Einwohner erfahren, wohin die Reise grundsätzlich gehen soll. Denn am 14. Januar treffen sich der Bau- und der Schulausschuss zu einer gemeinsamen Sitzung in der Mensa der Johannes-Gigas-Schule. Ein Vertreter des Architekturbüros „Schmersahl Biermann Prüßner“ (Bad Salzuflen), das für das ehrgeizige Projekt zusammen mit dem Ingenieurbüro Schmitz (Detmold) die „ARGE Generalplanung Bildungscampus Lügde GbR“ gegründet hat, wird dann auf dem Ramberg den aktuellen Stand des Projekts öffentlich vorstellen.

In mehreren gemeinsamen Treffen haben Stadtverwaltung, Planer und Schulleitung sich bereits auf die Grundzüge der künftigen Raumplanung verständigt. Denn der heutige Bedarf unterscheidet sich ganz gewaltig von dem, was die meisten Erwachsenen aus der eigenen Schulzeit kennen. Für jede Klasse ein Zimmer plus ein paar Fachräume für Physik, Chemie, Kunst sowie Musik und vielleicht noch ein Krankenzimmer – was war mal. „Beim Raumbedarf gab es schon das eine oder andere Aha-Erlebnis“, beschreibt Bauamtsleiter Gregor Günnewich seine Erkenntnisse aus den Diskussionen mit der Schulleitung. „Das pädagogische Konzept einer Sekundarschule mit Inklusion und Integration und dem Lernen in Kleingruppen hat Folgen für das Raumkonzept.“

Für Uwe Tillmanns und Petra Hagemeister bedeuteten die ersten Treffen, „allen Nicht-Lehrern klarzumachen, wie eine Sekundarschule tickt“, so Rektor Tillmanns. Für die Binnendifferenzierung, also das Fördern und Fordern von Fähigkeiten sehr unterschiedlicher Kinder in jeder Klasse, braucht es für jeden der sechs Jahrgänge mehrere zusätzliche Räume unterschiedlicher Größe, etwa für zusätzlichen Förderunterricht, aber zum Beispiel auch einen Sanitärraum für Schüler mit Körperbehinderung. „Und zwar nicht irgendwo, sondern an der richtigen Stelle“, sagt Tillmanns, der sich mit den Ergebnissen der Gespräche sehr zufrieden zeigt. „Wir haben eigentlich immer das Gefühl, offene Türen einzurennen.“ Wie Gregor Günnewich beschreibt Tillmanns die Diskussionen als „sehr konstruktiv“. Warum dem Bauamtschef die rechtzeitige Abstimmung wichtig ist, liegt auf der Hand: „Bei der Planung entstandene Fehler später bei der Ausführung zu beheben, wird meist teuer.“ Billig wird die Sanierung samt Teilabriss sowie Um- und Anbau ohnehin nicht: Die Stadt kalkuliert derzeit mit Kosten von insgesamt 17,6 Millionen Euro. Immerhin: Sie wird davon, dank Fördermitteln, wohl nur knapp die Hälfte zahlenmüssen.

Uwe Tillmanns beschäftigt die anstehende Sanierung gelegentlich auch nach Feierabend. Vor einem für heute terminierten weiteren Treffen mit den Planern hat er am Dienstagabend schonmal überlegt, was ihm zum Thema Bauzeitenplan einfällt. „Ich bin zwar Laie. Aber ich muss ja an die Schüler und das Kollegium denken.“

Denn schließlich wird auf den Ramberg nicht einfach eine neue Schule gepflanzt. Sondern: Die alten Gebäude sollen im laufenden Betrieb saniert werden, möglichst ohne teure Miet-Container.

Bei einem der vergangenen Treffen entstand dann auch die Idee, die Tillmanns besonders freut: Jemand regte an, die Schüler an der Planung der Außenanlagen zu beteiligen. „Ich dachte, das Thema kommt immer zuletzt“, sagt der Rektor. Aber bereits vor Weihnachten sei ein Landschaftsarchitekt zu einem Workshop mit der Garten- und Landschaftsbau-AG der Schule auf den Ramberg gekommen und habe einen Nachmittag lang mit den Heranwachsenden zusammengesessen. „Das war eine tolle Initiative, diejenigen mit ins Boot zu holen, die den Schulhof und die Anlagen später nutzen“, findet der Schul-Chef.


Die öffentliche Sitzung des Schul- und des Bauausschusses beginnt am Montag, 14. Januar, um 18 Uhr in der Mensa der Johannes-Gigas-Schule.



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