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„Lügde macht Wind“: Im MINT-Forscherpark zischte, blies und knallte es kräftig

Was man mit Luft alles machen kann

Lügde. Es zischte, blubberte, blies und knallte am Samstag im Lügder Emmerauenpark. In unregelmäßigen Abständen flog den Besuchern eine Konservendose um die Ohren. Und das alles im Dienste der Erkenntnis. Die Luft war das Thema im Forscherpark, in dem alle Lügder Bildungsstätten ihre Forschungsergebnisse und Erkenntnise aus dem aktuellen MINT-Projekt „Lügde macht Wind“ vorstellten.

veröffentlicht am 17.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:21 Uhr

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„Ich habe hier Wasserstoff, den ich von unten in die Dose führe“, erklärt Maximilian Hanke von der Johannes-Gigas-Schule sein Experiment. „Wenn ich dann mit Feuer darankomme, setze ich eine exotherme Reaktion in Gang.“ Der Wasserstoff verbindet sich also mit Sauerstoff aus der Luft und gibt Energie frei, was die Besucher deutlich zusammenzucken lässt. Es knallt nämlich ziemlich laut, die Dose fliegt in hohem Bogen davon. Maximilian und sein Forscherkollege Niklas Ring wissen auch um sinnvollere Methoden, die frei werdende Energie zu nutzen. Gleich daneben wird Knallgas hergestellt, indem mit dem Strom aus einer Kurbel Wasser aufgespalten wird in Wasserstoff und Sauerstoff. „Das Knallgas ist also für uns gespeicherte Energie“, erklärt Maximilian den Sinn dieser Experimente.

Mit dabei sind auch die Grundschulen und die Kindergärten, die mit den Gästen Windräder basteln, Knalltüten und Segel. Beim Stand von Sabbenhausen können die Kinder testen, wie viel Luft in ihre Lunge passt. Richtig aufwendig sind die Projekte des Fachbereichs Technik der Johannes-Gigas-Schule, die zum einen einen Air-Hockey-Tisch hergestellt haben, dessen Platte lauter kleine Löcher aufweist, durch die Luft nach außen strömt und den Spielpuck dadurch fast reibungsfrei schweben lässt. „Zudem haben wir ein Hovercraft gebaut, der sogar ein Kind schwebend transportieren kann“, demonstriert Oliver Jösten den mit einem Luftbläser betriebenen Luftkissensitz.

Hochtechnisch sieht es an den pneumatischen Apparaten aus. „Wir haben hier Maschinen, die alleine mit Luftdruck arbeiten“, erklärt Simon Schlieker. „Strom brauchen wir nur, um die Ventile zu steuern, damit die Druckluft aus dem Generator dorthin geleitet wird, wo man sie braucht. Zum Beispiel um einen Zylinder nach vorne oder wieder nach hinten zu schieben“, fügt Nico Tintel hinzu.

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  • Simon Schlieker (Li.) und Nico Tintel, Schüler der Johannes-Gigas-Schule, führen eine pneumatische Maschine vor.
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  • Oliver Jösten lässt Charleen mit einem Luftkissenfahrzeug über den Boden gleiten.

„Ich bin restlos begeistert von dieser Aktion“, freut sich Jürgen Weiland, Moderator des Arbeitskreises MINT, der den Technikunterricht an der Johannes-Gigas-Schule etabliert hat. „Nicht nur, dass die Schüler mit viel Kreativität und Begeisterung die Projekte vorbereitet haben. Auch den vielen Lehrern und Erziehern muss Respekt gezollt werden für ihren Einsatz und ihr ehrenamtliches Engagement nicht nur am heutigen Tag.“

Dank gab es aber auch an die „Schwering & Hasse-Stiftung“, die sich für diesen Forschungspark einsetzt. „Wir brauchen viele Nachwuchskräfte in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen“, begründete Stiftungsgeschäftsführer Georg-Jeskow von Puttkamer. Von dem Lügder Erfolgsmodell zeigten sich auch Gäste aus Nachbargemeinden wie Blomberg und Bad Pyrmont beeindruckt.yt



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