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Auf dem Martinimarkt im Elbrinxen können sich die Besucher diesmal auch im Melken üben

„Warum nicht endlich wieder mal ‘ne Kuh?!“

Elbrinxen (jl). Die Zeit, als auf dem Martinimarkt noch Vieh gehandelt wurde, liegt locker ein paar Jahrzehnte zurück. Heute sind die Hühner und Gänse dort allenfalls aus Keramik oder Holz. Und so etwas wie Gackern ist höchstens zu hören, wenn einer einen guten Witz erzählt. Denn längst sind es vor allem Geselligkeit und Genuss, Kunsthandwerk und Kirmes, die das herbstliche Treiben in der Marktscheune und in den verwinkelten Gassen ringsum prägen. Davon können sich die Besucher in einer Woche überzeugen, denn am 30. und 31. Oktober steigt die 83. Auflage des Martinimarkts.

veröffentlicht am 22.10.2010 um 19:32 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:41 Uhr

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Doch immerhin: In diesem Jahr gehen die Elbrinxer – wenn auch augenzwinkernd – einen kleinen Schritt zurück auf dem Weg zu den Wurzeln. Ein Star des Marktes wird nämlich die Kuh „Berta“. Die Schwarzbunte ist zwar nicht so ganz leibhaftig, denn sie besteht aus waschechtem Kunststoff. Doch aus den Zitzen ihres Euters fließt echte Milch – sofern ihr Tank damit befüllt wird und die Melker sich nicht allzu dumm anstellen. „Das wird bestimmt lustig“, sagt Christel von der Heide vom Organisationsteam des Marktes. „Wir dachten uns: ,Wir sind doch von‘s Dorf. Warum nicht endlich wieder mal ’ne Kuh?!“, setzt sie im Scherz hinzu.

Neu ist diesmal auch ein Angebot, auf das sich vor allem Kinder freuen können: Für Sonntagnachmittag, 31. Oktober, hat sich ein Puppentheater in Elbrinxen angesagt. Er komplettiert das bewährte Programm aus Karussell, Schminken und dem Laternenumzug am Sonntagabend.

Vor allem eines bleibt aber, wie es ist: „Wir nehmen weiterhin keinen Eintritt“, sagt Christel von der Heide. „Denn unser Markt soll ein Familienfest für alle sein.“ Der einzige Grund, den Leuten am Eingang Geld abzuknöpfen, könnte sein, „dass wir dann endlich ‘mal wüssten, wie viele Besucher wir haben“, erzählt die 53-Jährige. „Denn das konnten wir in all den Jahren noch nie herausfinden, weil immer so ein Kommen und Gehen ist.“ Aber so genau wollen es die Macher vom Elbrinxer Heimat- und Verkehrsverein und ihre vielen Helfer aus dem Ort dann doch nicht wissen. Viel wichtiger ist ihnen, „dass wir alle Spaß haben“, sagt Christel von der Heide.

Vor allem die jungen, kräftigen Elbrinxer können schon heute zeigen, wie viel Vergnügen sie an der Arbeit haben. Denn am Vormittag werden die ersten Buden aufgebaut. „Besonders freuen wir uns auf ganz große, kräftige junge Männer“, ulkt die Öffentlichkeitsarbeiterin des Marktes. „Dann brauchen wir keine Leiter, wenn wir die Dächer aufsetzen.“

Und in einer Woche erwartet die Besucher dann in den Hütten und in der Marktscheune wieder eine bunte Mischung auch Handwerkskünsten wie Schmieden, Korbflechten, Töpfern, Silberschmieden, Brettchenweberei und Filzen sowie den Produkten diverser Hobby-Aussteller. Zudem sind die örtlichen Vereine mit Verkaufs-, Schätz- und Info-Ständen präsent. Und gegen den kleinen Hunger gibt’s unter anderem Rinderwurst, Pizza, Gegrilltes sowie natürlich Waffeln und Kuchen. Wer den kostet, unterstützt damit übrigens zugleich den Kindergarten Sabbenhausen.

Nicht fehlen wird auch in diesem Jahr die seit 1927 durchgeführte Geflügelverlosung. Lose gibt es in den örtlichen Geschäften und auf dem Markt für 50 Cent. Als Hauptpreis winkt in diesem Jahr übrigens ein 2-Personen-Gutschein für einen Musical-Besuch in Hamburg.

Die Marktstände sind am Samstag, 30. Oktober, von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag, 31. Oktober, von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Abends wird im Festzelt weitergefeiert.

Wer sein Geschick beim Melken beweisen will, hat dazu beim Martinimarkt in Elbrinxen Gelegenheit. Die bietet Kunststoffkuh „Berta“. „Das wird bestimmt lustig“, sagt Christel von der Heide vom Organisationsteam des Marktes.



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