weather-image
27°
„Lügde Marketing“ schafft Weihnachtsbeleuchtung und „Lügder Treff“ ab, hat aber neue Ideen für die Emmer-Messe

Warum die alten Girlanden schon Geschichte sind

Lügde (jl). Eigentlich sollte Lügdes Weihnachtsbeleuchtung ein Quell der Freude sein. Doch das war sie zuletzt nicht mehr. Nicht für die Betrachter – und schon gar nicht für die Organisatoren von „Lügde Marketing“. „Wir haben jedes Jahr Tausende von Euro für neue Birnen ausgegeben, und dann gab es trotzdem Kurzschlüsse und es gingen gleich wieder viele Birnen kaputt“, sagt Burkhard Fasse. „Wir hängen die 30 Jahre alte Beleuchtung nicht mehr ein.“

veröffentlicht am 13.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:41 Uhr

270_008_5317605_pn300f_1303_jl_Fasse_2178.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Darüber hat der Vereinsvorsitzende die Mitglieder während der Hauptversammlung des Vereins informiert. Was den Abschied von den alten Girlanden zudem erleichterte: Anwohner hätten in der Adventszeit immer wieder die Stecker gezogen, weil sie fanden: „Das ist uns zu hell.“ Als Alternative könnte Fasse sich nach Vollendung der voraussichtlich Ende November abgeschlossenen Umgestaltung der Mittleren Straße vorstellen, einzelne Objekte oder Bäume zu beleuchten. Entschieden worden ist darüber aber noch nicht.

Klar ist indes: Einen „Lügder Treff“ wir es in der Emmerstadt in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Denn Aufwand und Nutzen standen bei dem nach jahrelanger Pause 2011 neu aufgelegten Event in keinem Verhältnis. „Nachmittags ging es ja noch, aber der Abend, an dem die Firma Meilenbrock ein super Programm organisiert hatte, war eine Katastrophe“, sagte Fasse und verwies auf die 3500 Euro, die der Festwirt investiert hatte. Fasse: „Es war einfach nichts los.“

In deutlich besserer Erinnerung ist dem Marketing-Vereinschef die zweite Emmer-Messe an der Siemensstraße. Bei der Gewerbeschau mit mehr als 50 Betrieben zählten die Macher vom Marketing-Arbeitskreis „Einzelhandel und Wirtschaft“ laut Fasse „wesentlich mehr Besucher“ als 2009.

Und auch für die Zukunft sind die Organisatoren auch nicht um Ideen verlegen – so etwa, „die Emmer-Messe auch mal in Bad Pyrmont zu organisieren“, verrät Fasse eine Überlegung. „Vielleicht mit einer großen Modenschau am Freitagabend, bei der sich viele interessierte Betriebe aus Lügde und Pyrmont einbringen können.“

Noch immer bedauert der ehrenamtliche Marketing-Chef, dass aus dem Weihnachtsmarkt im Emmerauenpark nichts wurde, weil das Wetter nicht mitspielte. „Das Organisationsteam war überzeugt, dass sich schon allein über den Faktor ,Neugier auf Unbekanntes’ etwas bewegen lässt und somit mehr Besucher nach Lügde kommen“, so Fasse, der während der Versammlung nicht mit Schelte an den Kritikern sparte.

Besonders empörte ihn, dass er die Organisatoren aus den Vereinen im Zuge der Auseinandersetzungen um den Standort von manchem als „Geheimbund oder verschworene Gemeinschaft“ diskreditiert sah. „Besserwisser zu sein war vor dem Weihnachtsmarkt ein befriedigender Job in Lügde“, sagte er und nannte es „erstaunlich, dass sich hier Bürger als Kritiker geäußert haben, die nicht mal mit eigenen Ideen zutage getreten sind.“

Hubert Klenner indes bedauerte, dass im Vorfeld der Planungen für den Weihnachtsmarkt „einiges ganz schön schiefgelaufen“ sei. Er fand es „nicht so schön, dass man abgewatscht wurde“ – zumal er für den geplanen Umzug des Markts an die Emmer eine „negative Grundtendenz“ unter den Lügdern ausgemacht hatte.

Niklas Zimmermann glättete die Wogen, als er rückblickend über die Auseinandersetzung befand: „Es war viel PR für den Weihnachtsmarkt, und wir haben alles richtig gemacht.“

Gleichwohl forderte Fasse Einzelhändler, Gastronomen und Vereine auf, „auch mal Mut zu haben, etwas Neues zu wagen, mal andere Wege zugehen, damit man interessant bleibt“. Alle Bürger sollten sich gemeinsam einbringen, „damit es in Lügde weiter vorwärtsgeht“. Mit Blick auf das vom Land geförderte Projekt „Ab in die Mitte“ appellierte er nicht nur an die Mitglieder seines Vereins: „Jetzt liegt es an uns allen, etwas daraus zu machen.“

„Modehaus Spilker“-Chefin Ingeborg Weber fand allerdings, die Planung sei zeitlich „ganz schön knapp“. Den Hinweis nahm Fasse zum Anlass für seinen Vorschlag, künftige Hauptversammlungen auf Ende November vorzuziehen, um den Akteuren mehr Spielraum für die Planung zu schaffen. Zugleich bat er um Verständnis, denn: „Die ganzen Planungen laufen über fünf, sechs Leute.“

Den Wunsch von ALF-Chef Bernd Krüger nach Terminabsprachen im Vorfeld fürchtete der Marketing-Vorsitzende aber nicht erfüllen zu können. „Man kann nicht jeden Verein in Lügde fragen.“ Überlappungen von Events und Aktionen seien nicht ganz auszuschließen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare