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Das sagen die Fachleute der NRW-Baugebörde zu Lügdes Eschenbrucher Brücke

Vor 2017 tut sich nix – und dann Abriss?

Die Emmerbrücke an Lügdes Eschenbrucher Straße ist kaputter, als es der zuständigen NRW-Landesbehörde zunächst schien. Vielleicht muss sie sogar neu gebaut werden. Momentan werden noch Kosten und Nutzen der beiden Varianten Sanierung und Neubau berechnet. Die Entscheidung könnte im Frühjahr 2016 fallen. (jl)

veröffentlicht am 11.12.2015 um 20:48 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Lügde. Seit Juli 2014 ist die Emmerbrücke im Verlauf von Lügdes Eschenbrucher Straße gesperrt. Aus zwei breiten, aber brüchigen Bürgersteigen wurde ein Behelfsweg, und den Autofahrern bleibt eine schmalere Fahrbahn. Schön ist das nicht. Aber der Mensch gewöhnt sich bekanntlich an fast alles.

Doch wie lange soll das noch so gehen? Die Antwort ist noch weniger schön als das Dauer-Provisorium: „Wir prüfen gerade, was wirtschaftlicher ist – eine Sanierung oder ein Neubau“, sagt Sven Johanning von der Landesbehörde „Straßen. NRW“ auf PN-Anfrage. „Wir hoffen, dass wir diese Prüfung im Frühjahr 2016 abgeschlossen haben.“ Je nach dem Ergebnis werde dann die Sanierung geplant – oder eine neue Brücke. „Wenn alles gut läuft, können die Bauarbeiten dort frühestens 2017 beginnen“, schätzt der Behördensprecher. Die Brücke sei schon ein bisschen kompliziert. „Sie ist 55 Meter lang, und bei der Planung sind viele Fragen zu klären.“ Beispielhafte Stichworte sind Statik, mögliche Hochwasser oder Naturschutz-Vorgaben.

Wie so oft bei älteren Bauwerken – die Brücke steht seit 45 Jahren – lauert der Teufel im Detail: Nicht nur die beiden Gehsteige sind hinfällig. Laut Johanning müssen zudem „wesentliche Betonteile“ saniert werden. Das habe eine weitere Prüfung ergeben – durchgeführt nach der strengeren neuen Euro-Norm. Bei weiteren Berechnungen kam heraus: „Die Brücke kann Schwerlastverkehr über die normal zulässigen 42 Tonnen hinaus nicht aufnehmen.“ Um zu ermitteln, ob eine Sanierung noch lohnt, spielten nun diverse Faktoren eine Rolle. So unter anderem die mutmaßliche „Restlebenszeit“, aber auch die Kosten beider Varianten.

Von Pfusch am Bau anno 1970 will Johanning nicht reden: „Damals wusste keiner, wie viel Verkehr heute herrscht.“ Zur Einordnung schiebt er nach: „Ein großer Lkw belastet die Brücke wie 125000 Pkw.“

Und warum stehen die Sperrbaken nicht wenigstens auf dem Gehsteig, für ein bisschen mehr Fahrbahnbreite? „Die Baken schützen die ,Kappenkante’, also umgangssprachlich den Bordstein. Da darf keiner ranfahren, sonst gehen die Kappen völlig kaputt und wir müssen die Brücke ganz sperren“, so der „Straßen.NRW“-Sprecher.



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