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Neuformierter Meisterchor „Canto allegro“ feierte gelungenes Comeback

Von zart bis temperamentvoll

LÜGDE. Nach einer selbst verordneten längeren Pause und nach einigen personellen Veränderungen, angefangen vom neuen Dirigenten Markus Güldenring bis zu mehreren neuen Sängern, präsentierte sich der im Sommer zum vierten Mal als Meisterschor NRW ausgezeichnete „canto allegro“ aus Lügde erstmals wieder in der Öffentlichkeit.

veröffentlicht am 03.12.2018 um 16:26 Uhr

Chorleiter Markus Güldenring hatte in nur elf Wochen den neu formierten „Canto allegro“ auf das Weihnachtskonzert „Winterzauber“ vorbereitet. foto: afk

Autor:

Joachim Krause
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Und als hätten die Freunde des Ensembles darauf gewartet: Der Klostersaal war vollends ausgebucht, als die rund 20 Aktiven die Tradition von Weihnachtskonzerten früherer Lügder Chöre wieder aufnahmen und wohl auch in Erinnerung an sie vor deren Winterlandschaftskulisse am ersten Adventssonntag die Vorweihnachtszeit musikalisch einleiteten.

Ein Weihnachtskonzert mit dem „canto allegro“ ist immer ein bisschen anders. „Winterzauber“ nennt das Ensemble sein Programm diesmal, und ein Blick ins Programm verheißt unter den 14 Titeln meist die üblichen „Verdächtigen“ wie etwa „Let it snow“, „Maria durch ein’ Dornwald ging“, „Ihr Kinderlein kommet“, „Last Christmas“ oder „Jingle bells“. Aber der „canto“ wäre nicht der „canto“, würde er sich nicht moderner Arrangements bedienen, die diesen Liedern mit einer Ausnahme ein hörenswertes zeitgemäßes neues Kleid verpassen. Diese Ausnahme bildet das lateinische „O magnum mysterium“ aus dem 16. Jahrhundert, mit dem der Chor auch ein wenig an seine Anfänge erinnerte, als er sich mit geistlichen Liedern und Madrigalen einen Namen machte. Hier zeigte sich die intensive Arbeit des erfahrenen Chorleiters Markus Güldenring aus der Zeit des Neustarts: es ist ihm gelungen, innerhalb von nur elf Wochen die neun neuen Sänger schon fast wieder an das Niveau des bisherigen Chores heranzuführen.

Bis auf wenige kleine stimmliche Wackler überzeugte das neu zusammengesetzte A-cappella-Ensemble mit sicherem, variantenreichem Gesang und Präzision. Von ganz zarten, leisen Tönen beim „Leise rieselt der Schnee“ oder dem nach der Melodie des englischen „Greensleeves“ neu betexteten „What child is this“ bis zum temperamentstrotzenden „Feliz navidad“, dem swingenden „Mister Santa“, dem augenzwinkernden „Weihnachtslieder singen“ der Gruppe „Maybebop“ oder dem Pophit „Mary’s boy child“ reicht dabei die Palette. Der Vorsitzende Markus Tappe moderierte mit humorvollen Geschichten und Gedichten die Beiträge an.

Als zusätzliche musikalische Abwechslung präsentierte Chormitglied Iris Hartmann ihre Vielseitigkeit und gab zur Begleitung von Markus Güldenring am Klavier Geigensoli zum Besten. Einen stimmungsvollen Abschluss des Konzerts bildete das im Wechsel und gemeinsam mit dem Publikum gesungene „Stille Nacht, heilige Nacht“. Begeisterter Applaus dankte dem „Canto allegro“ für diese Leistung und sorgte für eine Zugabe, in der es in einer Textzeile heißt: „Wenn wir Weihnachtslieder singen, kriegt mein Herz, was es will“. Und das dürften die Menschen, ob auf oder vor der Bühne, bei diesem Konzert wohl so auch gefühlt haben.



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