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Autor und Comic-Zeichner Hans-Jürgen Feldhaus sorgt bei einer Lesung in der Gigas-Schule für ordentlich Gelächter

Von der Urzicke des Universums und den Teletubbies

Lügde. Er liebt das Spiel mit Schubladen. Der Autor und Illustrator Hans-Jürgen Feldhaus greift beim Schreiben seiner Comic-Romane tief in die Kiste der Vorurteile – um sie dann unerwartet und witzig wieder aufzulösen. Er will „die Klischees nicht kaputtmachen“, sagt er, „aber es kommt auf die Kommunikation an“, ob es Menschen gelänge, miteinander in Kontakt zu kommen.

veröffentlicht am 05.07.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

von claudia guenther
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In seinem Buch „Echt abgefahren“ bleibt nichts so, wie es auf den ersten Blick erscheint. In heutiger Jugendsprache geschrieben, sorgt der Autor damit bei seinem Publikum in der Aula des Gigas-Schulzentrum für heitere Stimmung und viele Lacher. 120 Fünft- und Sechstklässler folgen aufmerksam zwei Schulstunden lang Gedanken und Erlebnissen des Jungen Jan Hensen, der sich selbst als „Looser“ empfindet und seine Schwester als „Urzicke des Universums, dumm wie ein Teletubbie“ sieht. Währenddessen zeigt Feldhaus viele seiner Comic-Zeichnungen an der großen Leinwand und zeichnet auch einige Figuren an.

Nicht zimperlich wird geflunkert, geflucht und beschimpft, bis sich die Balken biegen. Jans unheimliche Begegnung im Urlaub am Comer See mit „Dem Grauen“ namens Hendrik Lehmann und einer heißen Klassenfahrt in den Harz, ebenfalls mit Mitschüler Hendrik, kommt besonders bei den Jungen gut an, meint Schulbibliothekarin Petra Opel, die bereits viele Anwärter beiderlei Geschlechts für die zwei Feldhaus-Bände hat.

Die Erzählung beginnt, wo Jans Träume zu enden scheinen. Da er zum Geburtstag nicht das heiß ersehnte iPad geschenkt bekommt, sondern ein Notizbuch, „macht er aus der Not eine Tugend“ und schreibt seinen Frust nieder – auf jeder Seite gespickt mit Kugelschreiberzeichnungen des Autors, der in Münster Grafikdesign studierte. Es gibt Situationen, da brauche man den „Drück-mich-und-alles-wird-wieder-gut Button“, meint Protagonist Jan rückblickend. Auch „Kemal mit seiner Döner-Deutsch Nummer“ und die „Wilde 13“ haben ihre Zeilen in dem Buch gefunden.

„Es war spannend, witzig, deutlich und flüssig erzählt“, ist Mehmet Gökce (13) begeistert und will das Buch unbedingt lesen. Und Kim-Laura Massolle (12) meint, „Seine Art zu erzählen ist super!“ Neugierig fragten die Schüler, ob Feldhaus schon immer Autor werden wollte, was er verneinte. Erst habe er nur Bücher, auch Schulbücher, illustriert. Zum Schreiben kam er durch eine Anfrage des dtv-Junior Verlages, bei dem er vor wenigen Tagen bereits seinen zweiten Comic-Roman „Echt krank“ veröffentlichte.

Durch Zufall gerät Jan an ein Handy, das ihm nicht gehört, er gibt sich für jemanden aus und löst mit einer SMS eine kleine Katastrophe aus. Der dritte Teil mit dem Titel „Echt fertig“ ist bereits geplant. Inspiriert werde er beim Joggen oder Motorrad fahren, antwortet er einem Jungen, „irgendwie entstehen die Ideen“, meint der Vater dreier Kinder, der zur Entspannung gerne Gitarre und Klavier spielt. Der lakonische Sprachwitz, der ungefiltert rüberkommt, eine Geschichte nah am Leben dran und mit Sinn, wenn auch nicht immer mit Happy End, sind der Reiz, dem Feldhaus beim Schreiben seiner Geschichten folgt.

Mit seinen Geschichten bringt Autor und Illustrator Hans-Jürgen Feldhaus die Jugendlichen in der Gigas-Schule zum Lachen.cg



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