weather-image
27°
60 Besucher sitzen bei den RTL2-„Kochprofis“ in Falkenhagens Klosterkrug

Volles Haus – und die Kamera ist immer dabei

Falkenhagen. „Egal, was man macht – immer steht einer mit der Kamera hinter einem“, sagt Falkenhagens Klosterkrug-Wirtin Annette Abbenhardt nach drei „unvergesslichen“ Tagen mit den „Kochprofis“ des Privat-TV-Senders RTL2. Und jetzt hofft sie, dass all die zu ihr essen kommen, die am Mittwoch keinen Platz bekamen.jl

veröffentlicht am 29.10.2015 um 20:08 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

270_008_7789243_pn302_3010_5sp_Kochprofis_1711.jpg

Autor:

Sabine Brakhan
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Falkenhagen. Drei tolle Tage – mit diesem Begriff verbindet man eigentlich die zum Teil exzessiv gefeierten Karnevalstage. Seine ganz persönlichen tollen drei Tage im Ausnahmezustand erlebte das Dreigestirn des „Klosterkrugs“ in Falkenhagen in diesem Jahr allerdings erst kurz vor Allerheiligen: Die Chefin Annette Abbenhardt sowie ihr Bruder Heinrich und dessen Frau Karin hatten von Montag bis Mittwoch Besuch von den RTL2-„Kochprofis“ Frank Oehler, Andi Schweiger und Ole Plogstedt.

Nach dem Abschlussabend am Mittwoch mit 60 Gästen zogen beide Seiten – sowohl die Profis als auch die Wirtsleute – eine durchaus positive Bilanz: „Dosenkönigin“ Annette, wie die drei Köche die Klosterkrug-Wirtin in Hinblick auf ihre bisherige Vorliebe für Gemüsekonserven liebevoll nannten, gestand nach dem Turbo-Coaching ein, dass frische Ware doch besser schmeckt, als Erbsen und Möhren aus der Dose oder Spargel aus dem Glas: „Ich bin dankbar für die Chance, die ich durch die Kochprofis bekommen habe“, sagte sie. „Und möchte ich mich aus tiefsten Herzen bei meinen Gästen für das entschuldigen, was ich ihnen in der Vergangenheit angetan habe. Ich hoffe, dass Ihr mir verzeiht und dass wir eine gemeinsame Zukunft haben!“

„Mit dieser Entschuldigung hat Annette sensationelle Größe bewiesen“, brachte Sternekoch Frank Oehler seine persönliche Meinung zum Ausdruck, als die Kameras schon längst ausgeschaltet waren. Als ganz so dramatisch, wie sich das bisherige gastronomische Konzept des „Klosterkrugs“ aus der runderneuerten Sicht der Wirtin nun darstellt, haben es ihre Gäste bisher offensichtlich gar nicht empfunden: „Wir haben hier eigentlich immer gut gegessen“, ist aus der ehemaligen Postler-Runde um Heidemarie Märk zu erfahren, die einen Tisch beim ausgebuchten Abschlussabend ergattert hatte.

270_008_7789242_pn301_3010_5sp_sbr_Kochprofis_Klosterkru.jpg
  • Volles Haus beim Abschlussabend im Gasthaus Klosterkrug – und die Kamera ist immer dabei. sbr

Ihrer Meinung nach konnte die Apfel-Sellerie-Suppe des von den Kochprofis mit neuem Pfiff versehenen traditionellen Klosterkrug-Menüs zusätzlich punkten, während beim frischen Gemüse nach dem Geschmackstest erst einmal Ratlosigkeit am Postlertisch herrschte. Für Aufklärung sorgten Karin Abbenhardt und ihr flinkes Serviceteam. Zu den Möhren hatten sich Pastinaken gesellt. So betraten nicht nur die Postler kulinarisches Neuland.

Dass Mamas Kartoffelbrei noch zu toppen sei, hätte Luca eigentlich nicht für möglich gehalten. Das geröstete Topping auf dem zu zweierlei Braten mit Rahmchampignons und Wurzelgemüse servierten Erdapfelstampf war für den Neunjährigen die absolute Krönung des Menüs. Und auch Karl-Heinz Heißenberg aus Blomberg schwelgte nach dem Dessert, einem Apfel-Birnen-Strudel mit Krokant-Parfait, Nougatsauce und Vanillequark, in kulinarischer Glücksseligkeit. Er genoss besonders den zur Suppe gereichten Speckbrot-Spieß.

Absolut wohl fühlten sich auch die Mitglieder des Motorradclubs „Die Ratten“ aus Lothe. Präsident Dieter Hilkemeier machte es sich gleich auf dem Sofa im Schankraum bequem. Hier blieb der ursprüngliche Dorfkneipen-Stil auch nach der Umgestaltung durch die Fernsehleute mit tatkräftiger Unterstützung durch die Falkenhagener Dorfgemeinschaft erhalten, während der Gastraum eleganter wurde: Die vanillefarbenen Wände, die passenden Vorhänge und neue Bilder aus der Vergangenheit der Gasthauses und des Ortes lassen den zuvor gemustert tapezierten Raum in neuem, einladenden Glanz erstrahlen. Und auch die teilsanierte Veranda kommt bei den Gästen gut an.

„Hier wird ab morgen sicher nicht alles perfekt laufen, aber Du hast Dich nach 14 Jahren Dornröschenschlaf binnen drei Tagen absolut zum Positiven gewandelt“, lautete das Schlussfazit der „Kochprofis“, das die Klosterkrug-Wirtin und ihr Team durchaus als Kompliment werten dürfen.

„Es ist schon ‘ne harte Nummer, wenn ewig einer mit der Kamera hinter einem steht. Aber es waren unvergessliche drei Tage“, sagt eine erschöpfte Annette Abbenhardt, nachdem sie gestern sechs Stunden lang ihre Küche geputzt hat. „Als alles vorbei war, sind die Köche zack-zack weg – nach mir die Sintflut.“ Aber zwei aus dem TV-Team und der Produktionschef hätten beim Spülen geholfen. Und das Lachen ist ihr nicht vergangen, als die erzählt: „Ich hab ein meinem Leben noch nie so viel Knoblauch geschält wie am Mittwoch.“ Was sie Sonntag kochen will, weiß Annette Abbenhardt auch schon: „Schnitzel mit frischen Pilzen und Bratkartoffeln.“mit jl

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare