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Bei Totalsanierung des Lügder Rathauses kann der Ostflügel bald wieder bezogen werden

Voll in Zeitplan und Kostenrahmen

LÜGDE. Jens Bossen, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei Lügdes Stadtverwaltung, ist ebenso wie seine Mitarbeiterin Ute Hanebaum vier Monate nach Beginn der Sanierung des Rathauses zuversichtlich: Sie wagen anhand der bisherigen Baufortschritte die Prognose: „Wir sind gut im Zeitplan und gehen davon aus, dass wir wie geplant im Oktober mit der Bausanierung fertig sind.“

veröffentlicht am 01.06.2016 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:28 Uhr

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Autor:

von joachim zieseniß
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Seit der zweiten Februar- woche sind die ersten Baufirmen im Rathaus tätig. Der Ostflügel, also der Bereich rechts vom Eingang, wurde in allen Etagen geräumt. Die Mitarbeiter mussten neue Büros in der Vorderen Straße 15 beziehungsweise einem neu eingerichteten Großraumbüro im Ratssaal beziehen. Im Ostflügel wurden bereits die Böden und Heizkörper entfernt. Die alten sanitären Anlagen wurden komplett entfernt, die bisherigen Zwischenwände abgebrochen, die Fliesen entfernt und Leitungen demontiert. Alles wird barrierefrei eingerichtet. Hier war es zum ersten Mal zu leichten Verzögerungen im Umbau-Zeitplan gekommen, erklärt Bossen.

Grund dafür waren die Bauarbeiten für den neben den neuen Sanitäranlagen geplanten neuen Fahrstuhlschacht, für den Durchbrüche in Decken und Böden geschaffen werden mussten: Die Deckendurchbrüche erwiesen sich als eine bautechnisch und statisch schwierige Maßnahme. Während der Arbeiten wurde festgestellt, dass sich die Bausub-stanz anders darstellt, als zunächst erwartet worden war. Dadurch wurden statische Nachberechnungen erforderlich. Inzwischen ist der Fahrstuhlschacht fertiggestellt. Er garantiert Barrierefreiheit und ist abgenommen.

Zeit gewonnen wurde nach Auskunft von Fachbereichsleiter Jens Bossen hingegen bei der Sanierung des Rathausdaches inklusive Wärmedämmung: „Hier waren die Handwerker schneller als erwartet“, erklärt der Lügder Bauamtsleiter. Nachdem das Gerüst geliefert und aufgebaut worden war, haben die Dachdeckerin kurzer Zeit das bestehende Dach abgedeckt, die Holzsparren aufgearbeitet und die neuen roten Dachpfannen aufgebracht. Auch das Rathaustürmchen, dessen Abriss schon in der Diskussion war, ist gemäß politischem Beschluss und dank Sponsoren wieder aufgearbeitet worden.

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  • Ute Hanebaum und Jens Bossen kontrollieren die Baufortschritte.
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  • Der Ratssaal wurde zum Großraumbüro umfunktioniert.

Bereits zur Bauhalbzeit Ende des Monats ist geplant, dass der Ostflügel fertig ist und die neuen Amtsstuben wieder bezogen werden können. Dann ist der Westflügel an der Reihe. Klappt alles reibungslos wie geplant, sollen die Bürger Ende Oktober wieder alle Verwaltungsstellen in den gewohnten Räumen vorfinden.

Die derzeitige Sanierung des Mitte der 60er Jahre erbauten Lügder Rathauses ist Teil des Handlungskonzeptes „Lügde 2015“,mit dem gravierende Defizite in Lügdes historischem Altstadtkern angegangen werden. Die Maßnahmen zur Belebung und Attraktivitätssteigerung des historischen Stadtkerns hat ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 6 Millionen Euro. Die Förderung aus Bundes- und Landesmitteln beträgt etwa 4 Millionen Euro. Die Sanierung des Lügder Rathauses hat ein Investitionsvolumen von insgesamt 1,65 Millionen Euro. Der Kostenrahmen wurde bislang eingehalten, versichert Bossen.

Für die energetische Sanierung, den barrierefreien Umbau und funktionale Verbesserungen wurden im Rahmen der Städtebauförderung Bundes- und Landesmittel in Höhe von insgesamt 730 000 Euro bewilligt und durch die Stadt Lügde kofinanziert. Im Rahmen der Sanierung wird unter anderem eine Pellet-Heizungsanlage eingebaut, werden Heizkörper und Rohrleitungen erneuert. Außerdem soll die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt werden. Die Eingangstüranlagen werden ausgetauscht, der Haupteingang wird überdacht. Verbessert werden auch die Brandschutzeinrichtungen im Rathaus. Nach dem bereits erledigten Abriss der Balkone soll das Rathaus am Haupteingang noch ein neues Vordach in Stahl-Glas-Bauweise bekommen. Außerdem soll das Rathaus auch noch einen neuen Anstrich erhalten. Für die Arbeiten hat bereits ein Lügder Unternehmen den Zuschlag erhalten. Für die Fassadengestaltung sind durch das beauftragte Architektenbüro bereits zwei Farbkonzepte ausgearbeitet worden. Diese Gestaltungsentwürfe sollen am kommenden Montag in der Sitzung des Bauausschusses anhand von Mustern besprochen und beschlossen werden. Die Bauausschuss-Sitzung beginnt ab 18 Uhr mit einer Ortsbesichtigung auf dem Marktplatz und geht anschließend in der Mensa der Johannes Gigas-Schule weiter.



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