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Wie der Kreis Lippe seinen Notdienst organisiert

Viel Aufwand für die Rettung

Lügde. „Man setzt einfach voraus, dass der Rettungswagen im Bedarfsfall gleich um die Ecke kommt“, sagt Markus Klus von der Lügder Kolpingsfamilie. Und er weiß auch, dass sich dabei kaum einer, der per Notruf einen Krankenwagen ordert, um die logistische Herausforderung schert, die der Landkreis Lippe stemmen muss, um den Rettungsdienst zu organisieren, ohne dabei die Kosten aus den Augen zu verlieren.

veröffentlicht am 25.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:41 Uhr

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Wer wissen wollte, welchen Aufwand der Kreis treibt, um das Angebot sicherzustellen, erhielt am Donnerstag im Lügder Klosterkeller die maßgeblichen Infos aus erster Hand: Dr. Torsten Dammann gab auf Einladung der Kolpingsfamilie einen Einblick in die Arbeit der Rettungskräfte.

So sind in Lippe 140 Mitarbeiter damit beschäftigt, einen effizienten Notdienst anzubieten, berichtete der ärztliche Leiter des lippischen Rettungsdienstes. In seinem Powerpoint-Vortrag stellte er zudem die Rettungsleitstelle vor, in der mittlerweile elf Notruf-Abfrageplätze zur Verfügung stehen. „Von dort werden die Einsätze koordiniert.“ Dr. Dammann stellte die Handy-Ortung vor, gab aber zu, dass aufgrund suboptimaler Flächenabdeckung durch die Mobilfunknetze nicht jeder Anrufer prompt gefunden werden könne.

Sehr wichtig war ihm auch die Telefon-Reanimation. „Hier haben wir gegenüber den skandinavischen Ländern noch großen Nachholbedarf. Es hat sich aber bereits gezeigt, dass wir dadurch die Wiederbelebungsquote schon deutlich erhöht haben.“

Am Telefon werden dann von dem, der das Unglück meldet, die „Vitaldaten“ abgefragt: „Ist Puls zu spüren? Atmet er noch?“ Wenn diese Fragen mit Nein beantwortet werden, wird der Anrufer angehalten, den Brustraum des Betroffenen regelmäßig und kräftig zu drücken. „Und zwar so lange, bis der Rettungswagen eintrifft und die Fachleute übernehmen. Dabei können auch ein paar Rippen brechen. Das ist allemal besser, als wenn das Gehirn nicht durchblutet wird“, betonte der Arzt, bevor er sich wieder der Struktur des lippischen Rettungsdienstes widmete. Auf einer Karte zeigte Dr. Dammann die Standorte der drei Notärzte und elf Rettungswachen mit zwölf ständig und acht bedarfsabhängig besetzten Rettungstransportwagen.

13,5 Millionen Euro verschlinge das Rettungswesen im Jahr, unterstrich Dr. Dammann das Engagement des Kreises. Wie gut der Kreis dabei wirtschafte, machte er anhand der Neubeschaffung von 22 EKG-Geräten deutlich: „Durch eine Sammelbestellung mit weiteren OWL-Landkreisen konnten bei einem Gesamtvolumen von 1,3 Millionen Euro 65 000 Euro eingespart werden.“

Und Dr. Dammann versicherte, dass das lippische Rettungswesen, das ja in das von NRW eingebettet sei, nicht hinter anderen zurückstehe. „Wir brauchten keinen Vergleich zu scheuen.“ yt



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