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Wildes Parken in der Mittleren Straße wird zum Thema im Ausschuss

Verstöße bekämpfen oder dulden?

LÜGDE. Es werde zu leger geparkt, sagt Jörg Eickmann (SPD). Vor allem Geschäfte wie Apotheke oder der Zeitschriftenkiosk in der Mittleren Straße würden förmlich dazu einladen, auch außerhalb der markierten Flächen – halb auf der Straße halb auf dem Gehweg – zu parken. Jetzt hat sich die Politik mit dem Thema befasst.

veröffentlicht am 30.11.2017 um 18:23 Uhr

Die Parksituation in der Mittleren Straße sorgt für Diskussionen. Foto: yt
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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„Ich gehe ja nur mal eben schnell ein Rezept abholen, Kippen besorgen oder die Fernsehzeitschrift für den gemütlichen Abend vor der Couch. Das kann ich durchaus verstehen“, erklärte Jörg Eickmann (SPD) bei der Sitzung des Ordnungsausschusses, der sich dieses Themas annahm. Er stellte sogar einen Zusammenhang zwischen Wetter und Hemmschwelle, „ausnahmsweise und auch nur ganz kurz“ mal einfach am Straßenrand stehenzubleiben. Zumal auch noch der Parkplatz auf dem Marktplatz weggefallen sei. „Da muss man manchmal richtig lange Wege in Kauf nehmen, um zur Apotheke zu kommen“, machte Eickmann deutlich. Dieses Verständnis teilten die anderen Ausschussmitglieder genauso wie Ordnungsamtsleiter Manfred Engel. Deutliche Unterschiede gab es indessen in der Bewertung. Engel erklärte, dass man sich die Parksituation angeschaut habe. Innerhalb der letzten zwei Wochen habe ein Mitarbeiter zu verschiedenen Tageszeiten die Falschparker notiert. Keiner bis maximal acht Falschparker seien je nach Tageszeit festgestellt worden. Engel fügte hinzu, dass dabei auch meistens gewerbliche Fahrzeuge wie beispielsweise die Post beobachtet worden seien. „Und dabei wurden niemals gravierende Probleme für den fließenden Verkehr oder die Fußgänger beobachtet.“

Da muss man manchmal richtig lange Wege in Kauf nehmen, um zur Apotheke zu kommen.

Jörg Eickmann, Ausschussmitglied (SPD)

Diesem Urteil wollte Jörg Brinn (CDU) nicht so zustimmen, der darauf hinwies, dass es schon wesentliche Unterschiede gebe zwischen einem Omnibus und einem Pkw. „Wenn ein Auto unmittelbar vor oder hinter einer Parkbucht steht, ist das für andere Pkw kein Problem, ich brauche mit meinem Schulbus aber viel größere Rangierbreiten. Und wenn dann die Mittlere Straße zugeparkt ist, habe ich große Probleme bei Gegenverkehr.“ Deshalb wünschte er sich eine konsequentere Parkraumüberwachung – sprich Strafzettel für Falschparker. Wohingegen Engel auch das Interesse der Geschäftstreibenden anführte, dass die Lügder zu ihnen kommen. „Denen sollten wir auch entgegenkommen. Und es sind ja auch nie dieselben, die wir sehen. Und da wir nicht überall gleichzeitig hinkommen, müssen wir es eben tolerieren.“

„Wir müssen die Ursachen bekämpfen“, erklärte Jörg Eickmann. „Die wenigen Parkplätze sind von Dauerparkern blockiert, deshalb bleibe den anderen oft nichts anderes, als entweder weite Wege zu Fuß in Kauf zu nehmen oder sich eben in eine Parkverbotszone zu stellen. „Deshalb schlage ich vor, die Parkzeit tagsüber auf ein oder zwei Stunden zu begrenzen.“

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