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Der Hammelbach in Falkenhagen dürfte vorerst vor einer weiteren Gülle-Katastrophe geschützt sein

Ursache für Fischsterben gefunden und behoben

Falkenhagen. Vor etwa zwei Monaten sorgte Fischsterben in einem kleinen Teich in Falkenhagen für Verwunderung (wir berichteten). Über Nacht waren die Zierfische von Uwe Berndt gestorben. Warum, wusste zunächst niemand. Doch fest stand: Die Tiere konnten nur über das Wasser vergiftet worden sein, das aus dem Hammelbach zufließt. Mitarbeiter des Bauamtes und der „Gemeinschaft für Fischerei und Naturschutz“ fanden heraus, dass Gülle aus einem alten Regenwasserkanal in den Bach floss. Wo die herkam, blieb zunächst rätselhaft. Der ansässige Landwirt begründete schlüssig, dass aus seiner Güllegrube nichts in diesen Kanal gelangt. Erst mithilfe einer Spezialkamera war festzustellen, dass sich ein weiterer Kanal am Bach befand.

veröffentlicht am 29.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:41 Uhr

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Die Ursachenforschung der unteren Wasserschutzbehörde des Kreis Lippe fand heraus, dass aus der Güllegrube des Landwirtes der Unrat zwar nicht in diesen Kanal geleitet wurde, aber dennoch dort hinein gelangen konnte. Grund waren „Bauwerkschäden des Güllekellers“, wie Peter Ahlborn sagt und Risse in dem Kanal. Diese müssen erst kürzlich aufgebrochen sein, sodass die streng riechende Flüssigkeit einsickern konnte, sonst wäre wohl schon früher etwas aufgefallen. Ahlborn ist für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen zuständig und forderte den Landwirt auf, den Bau zu sanieren. „Das ist jetzt geschehen“, so Ahlborn. Auch wenn bei der ersten Untersuchung vor Ort festgestellt wurde, dass der Landwirt nicht böswillig den Bach verunreinigte und ihm deshalb zunächst keine Schuld traf, wurde er hinsichtlich der Sanierung zur Rechenschaft gezogen, da die Grube, die nur wenige Meter vom Kanal entfernt ist, ihm gehört. „Wir haben Bilder von der abgeschlossenen Sanierung erhalten, da sieht alles gut aus“, so Ahlborn. Wie lange vor Entdecken der toten Fische schon Unrat in den Hammelbach floss, kann er nur schätzen: „Das muss erst kurz zuvor passiert sein. Die Verunreinigung ist für Fische Sauerstoff zehrend, das geht dann schnell.“



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