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24 Kinder nehmen das Ganztagsangebot inzwischen wahr / Offizielle Einweihung mit Bürgermeister

Und schon ist die OGS in Rischenau fast voll

Rischenau (jl). Noch vor 18 Monaten hätte auf die Einrichtung einer Offenen-Ganztagsgrundschule in Rischenau kaum einer einen Pfifferling gewettet. Denn damals wollte nur ein gutes Dutzend Eltern aus dem Einzugsgebiet der Verbundschule Rischenau-Elbrinxen die OGS – das waren zu wenige, um das Nachmittagsangebot als Ersatz für die auslaufende Hort-Betreuung auch nur ansatzweise bezahlen und installieren zu können.

veröffentlicht am 04.10.2010 um 21:07 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:41 Uhr

Schnipp – und das rote Band ist durch: OGS-Kinder gucken B
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Doch die verfahrene Lage von damals ist nun Schnee von gestern. Seit Beginn des Schuljahres gibt’s die OGS in Rischenau, und 24 Mädchen und Jungen kommen in den Genuss der Nachmittagsbetreuung. 15 der Kinder gehen direkt im Ort zur Schule, die übrigen neun werden mit einem Kleinbus der Firma Brinn aus Elbrinxen abgeholt.

Und alle sind zufrieden: „Ich habe schon von Eltern gehört, die Schwierigkeiten hatten, ihre Kinder nachmittags wieder nach Hause zu kriegen“, sagt Schulleiterin Barbara Gutenbeil.

Dass in den letzten fünf Wochen noch einmal fünf Kinder dazukamen, rechnet sie Christiane Werner, Jutta von der Heide und Manuela Goebbelet vom OGS-Team der Volkshochschule Lippe-Ost an. „Es hat sich schnell ‘rumgesprochen, das man sich bei ihnen einfach wohlfühlen kann“, sagt die Schulleiterin.

Und auch Lügdes Bürgermeister Heinz Reker, der jetzt zur offiziellen Einweihung mit einem Eltern und Kindern nach Rischenau kam, glaubt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die OGS-Gruppe mit 25 Kindern ihre Maximalgröße erreicht hat. Und er ist froh, dass sein Mitarbeiter Walter Schrader und im zweiten Anlauf schließlich auch alle Lügder Politiker die OGS-Einrichtung vorangetrieben haben. „Noch im Frühjahr gab es kritische Stimmen, die meinten, in den kleinen Orten könnten auch Oma und Opa auf die Kinder aufpassen“, erinnert sich Reker. „Aber wir hatten den Eindruck, dass es durchaus Bedarf gibt und wollten die Familien nicht im Regen stehenlassen.“

Zur Erinnerung: Im vergangenen Sommer waren Stadt und Kreis schon zum Improvisieren gezwungen: Weil es noch keine OGS gab, aber auch keine neuen Kinder mehr in den Kita-Horten aufgenommen werden durften, musste eine Tagesmutter her. Doch die mühsam an Land gezogene Pyrmonterin sagte pünktlich zum Schulbeginn ab. Spätestens da war allen klar: „Es muss etwas passieren“, so Schulleiterin Gutenbeil in der Rückschau.

Ihre Nachmittage verbringen die OGS-Kinder nun keineswegs nur mit Hausaufgaben, sondern können Fußball spielen, kochen, experimentieren und Theater spielen. Barbara Gutenbeil könnte sich zudem ein Musik- und ein handwerkliches Angebot vorstellen. „Außerdem könnten wir vom kommenden Frühjahr an unseren Schulgarten einbeziehen“, überlegt sie. „Denn wir können das Angebaute gut verwerten.“

Platzprobleme gibt es – bei einer OGS-Gruppe – in Rischenau übrigens nicht. Ein ehemaliger Klassenraum der jetzt nur noch einzügigen Schule wurde zum Gruppenraum, und im Musikraum können die Kinder ihre Hausaufgaben erledigen. „Vorher habe ich sie manchmal nicht gemacht“, gesteht eine Achtjährige. „Aber hier kann ich mich gut konzentrieren. Hier stören mich meine Geschwister nicht.“

Eng würde es in der OGS nur, wenn sich noch mehr Eltern der jetzt 80 Grundschüler in Rischenau und 78 in Elbrinxen entschieden, ihre Kinder betreuen zu lassen.

Eine Befürchtung aus Vor-OGS-Zeiten hat sich übrigens nicht bestätigt: Um ihre Arbeitsplätze müssen die Mitarbeiterinnen in den städtischen Kitas durch den Hort-Wegfall nicht fürchten. „Davon sind wir meilenweit entfernt“, sagt Walter Schrader von der Stadtverwaltung. Durch den Personal-Mehrbedarf für die Krippen-Kinder suche die Stadt eher nach Erzieherinnen. Doch: „Der Markt ist wie leer gefegt.“ Allerdings schließt die Stadt, mit Blick auf den demografischen Wandel, derzeit nur Zeitverträge ab.



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