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Vor allem wetterbedingte Verzögerungen halten Bau auf

Umgehungsstraße wird nun doch erst 2010 fertig

Lügde (jl). „Neubau der L 614 Teilortsumgehung Lügde voraussichtlich bis Ende 2009“ steht auf dem Schild im Kreisel, wo bisher nur der Abzweig zum künftigen Umgehungs-Zubringer asphaltiert ist. Doch nun scheint es an der Zeit, die Angabe zu korrigieren. Denn in diesem Jahr wird das vom Land angeschobene Mammut-Projekt garantiert nicht mehr fertig. „Wir rechnen damit, dass die Maßnahme im Sommer 2010 zum Abschluss kommt“, sagt „Stra- ßen.NRW“-Bauüberwacher Frank Winter. Schuld an der Verzögerung seien „die vielen Hochwasser“, erklärt der Ingenieur weiter. „Allein 2007 hatten wir sechs Hochwasser.“

veröffentlicht am 23.02.2009 um 19:07 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:41 Uhr

Frank Winter
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Verlief das vergangene Jahr – bis auf die Überflutungs-Folgen – glimpflich ab, so ließ sich 2009, nach zwei Wochen Winterpause, eher problematisch an: Momentan erschwert das schlechte Wetter die Erdarbeiten zur Aufschüttung des Umgehungsstraßen-Damms am nördlichen Tunnelausgang. „Davor hatten wir starken Frost, und eine Woche lang fiel die komplette Erdbautruppe wegen Krankheit aus“, erinnert sich Winter.

Ursprünglich sollte die Strabag ihren Auftrag schon im letzten Sommer erledigt haben. Jetzt wird mit damit im April gerechnet. Und in der zweiten Jahreshälfte, schätzt Winter, können die Arbeiter beginnen, den übrigen Kilometer Straße zwischen Tunnel und Kreisel zu bauen.

Immerhin: In der 840 Meter langen Unterführung selbst herrscht derzeit kein Stillstand. Hier verlegen Techniker der weltweit tätigen Unternehmensgruppe Cegelec seit vergangener Woche jede Menge Leitungen und Kabel, unter anderem fürs Licht und die Sicherheitstechnik.

Der Bau des Betriebsgebäudes durch die Stralsunder Firma ITG, die schon die Bauarbeiten am Lügder Bahnhof besorgt hat, kommt indes weniger schnell voran als erhofft. Denn, so Winter: „Bei Regen kann man nicht mauern.“

Wirklich überraschen dürfte die Nachricht vom neuen Zeitplan nur die wenigsten Lügder. „Wir hatten schon lange nicht mehr mit der Fertigstellung 2009 gerechnet“, sagt Niklas Zimmermann vom Stadtmarketing-Verein, der sich – wie alle anderen Einwohner – mit der Situation wird arrangieren müssen. Aber, so Zimmermann: „Sie müssen zusehen, dass das Ganze wegen der Jubiläumsfeiern im Juni 2010 fertig ist.“

Besonders ärgerlich findet er allerdings, dass der Parkplatz am Dechenheim vor dem Sommer nicht zu benutzen sein wird. „Deshalb parken viele, die hier arbeiten, nun wieder mitten in der Stadt“ – was man zugunsten von Kurzparkern und Gästen habe abstellen wollen.

Übrigens: Gestern griff auch das WDR-Fernsehen den Tunnelbau auf. „Für zweieinhalb Minuten Sendezeit in der ,Aktuellen Stunde’ haben sie eineinhalb Stunden lang gedreht“, sagte Frank Winter.

Auf dem Schild am Kreisel steht noch „… voraussichtlich bis Ende 2009“. Doch diese Schätzung für die Fertigstellung der Umgehungsstraße lässt sich jetzt nicht mehr aufrechterhalten. Foto: jl



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