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Lügdes Bürgermeister hält sich noch bedeckt über erneute Kandidatur

Tritt er an – und, wenn ja, wann?

Lügde. „Nach der Wahl ist vor der Wahl“, sagte Heinz Reker am Mittwochabend vor den neun Politikern im Lügder Wahlausschuss. Ob seine Anspielung nur auf die zeitliche Nähe zwischen der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag und dem Sitzungstermin gemünzt war oder auch für ihn selber gelten kann, wollte Reker im anschließenden PN-Gespräch jedoch noch nicht konkretisieren. Für die Entscheidung, ob und wann er ein zweites Mal kandidieren will, lässt sich der 60-Jährige noch Zeit. „Ich weiß es noch nicht“, sagt er über seine Zukunft als Chef der Verwaltung im Rathaus.

veröffentlicht am 27.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:43 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Fest steht aber auch so: Sonntag, der 25. Mai 2014, wird in Lügde wieder mal ein Super-Wahltag. Denn auf diesen Termin fallen Europa- und Kommunalwahl. Hier werden dann etwa 5300 Lügder im Alter ab 16 Jahren sowie die in der Emmerstadt und ihren Ortsteilen lebenden EU-Ausländer über die Zusammensetzung des künftigen Stadtrats und des lippischen Kreistages bestimmen. Bei der Europawahl dürfen nur Personen ab 18 Jahren ihre Kreuzchen machen, und Ausländer werden das Recht dazu wohl extra beantragen müssen.

An Heinz Reker hängt es nun, ob ein weiterer Wahlzettel dazukommt. Denn anders als in Niedersachsen, wo die rot-grüne Landesregierung im Juli kürzere Amtszeiten als die bisherigen acht Jahre für Bürgermeister beschloss und den nächsten Wahltermin landesweit auf den 25.5.2014 festlegte, befinden sich Reker und seine Amtskollegen in NRW, aber auch Lippes Landrats Friedel Heuwinkel, in einer vergleichsweise komfortablen Situation: Sie dürfen selbst entscheiden, wie lang ihre jetzige Amtszeit noch währt. Regulär endet sie nämlich erst 2015. Weil aber auch NRW die hier ebenfalls zeitweilig verlängerten Bürgermeister-Amtszeiten wieder mit denen der Kommunalparlamente synchronisieren will, liegt der Hut in der Hand der kommunalen Spitzenbeamten: Sie können wählen, ob und wann sie ihn in den Ring werfen wollen.

Und noch etwas ist neu: Ein Amtsinhaber, der noch einmal kandidiert und die Wahl gewinnt, muss die nächste Amtszeit nicht bis zum Ende durcharbeiten. Er darf seinen Job auch früher quittieren, ohne Einbußen bei seiner Pension befürchten zu müssen.

Rund zwei Monate lang kann Heinz Reker jetzt noch überlegen, wann Lügdes nächste Bürgermeisterwahl stattfinden soll. Entscheidet er sich für den frühen Termin 2014, müsste er Ende November seine vorzeitige Entlassung aus dem Bürgermeisteramt beantragen. Entweder, um mit 61 in den Ruhestand zu gehen. Oder, um sich erneut zur Wahl zu stellen – was er natürlich auch 2015 könnte. Aber egal, für welche Variante er sich entscheidet – der 2009 von CDU und SPD gemeinsam aufgestellte parteilose Wahlbeamte bräuchte genügend Unterstützer. Und hier dürfte er die Lage jetzt sondieren.

Auch, wenn Heinz Reker sich momentan noch bedeckt und alle Optionen offenhält. Amtsmüde wirkt er nicht, wenn er sagt: „Ich habe Spaß an meinem Beruf.“



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