weather-image
Mitfahrmodell soll umgesetzt werden – und die Stadt kostet es fast nichts

Tramperbänke für Lügde

LÜGDE. Die Tramperbank wird kommen. Rot-blau wird sie signalisieren: „Wer auf mir sitzt, möchte gerne mitgenommen werden.“ Also die Institutionalisierung des Daumens, der zur Zeit als Scott McKenzie und Albert Hammond in Kalifornien das Paradies vermuteten, den Autofahrern signalisierte, dass man gerne mitgenommen werden möchte.

veröffentlicht am 31.05.2016 um 19:50 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:28 Uhr

270_0900_456_pn301_yt_0106.jpg

Autor:

Carlhermann Schmitt
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Trampen ist aus der Mode, der öffentliche Nahverkehr auf das Notwendigste beschränkt. Wenn dann auch kein Auto zur Verfügung steht, hat man das Nachsehen. Das hat auch Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne festgestellt, der den Mitgliedern des Lügder Ausschusses für Ordnung, Umwelt und Forsten das Ergebnis seiner Erhebung mitteilte: „Es gibt sogar einigen Bedarf, an den man gar nicht gedacht hat. So haben Rischenauer Kinder gar keine Chance, mit dem Bus ins Elbrinxer Freibad zu kommen.“

So sollen Menschen, die von einem Ort zum nächsten kommen wollen, sich einfach auf eine markant gestrichene Bank setzen und damit dem eingeweihten Automobilisten zeigen, dass sie mitgenommen werden wollen. Es sollen bestehende Bänke genutzt werden und lediglich drei neue müssen errichtet werden. Der Zuckerguss für die Stadt: Sie muss die Bänke nicht einmal kaufen. Die Freie Wählergemeinschaft will zwei Bänke spenden und für die verbleibende dritte Bank konnte sie Jescow von Puttkamer, Geschäftsführer der Schwering & Hasse Stiftung, als Sponsor gewinnen. Und so gab es viele Dankesworte von den Ratsherren für die Anregung und den Antrag, den Hubert Klenner im Namen der FWG formuliert hatte. Eine Bank wird an der Mittleren Straße vor dem Kriegerdenkmal aufgestellt werden. Wer darauf sitzt, will Richtung Elbrinxen. So meldete Jörg Brinn auch gleich Bedenken an. „Wenn da dann Autos anhalten, bin ich sicher, dass dort ein Unfallschwerpunkt entstehen wird.“ Da Brinn mit dieser Befürchtung alleine stand, bot Köhne lediglich an, diesen Punkt im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu verlegen. Und so sprachen sich letztlich alle Ausschussmitglieder geschlossen für das Konzept der „Mitfahrbank“ aus.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare