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Noch hat die Kulturpflege Priorität

Taugt der Lügder Wald zur Geldquelle ?

Lügde (jl). Noch ist zwar nicht Weihnachten. Aber Dietmar Blum weiß schon jetzt, dass sein Wunsch in Erfüllung geht: „Eine schwarze Null“ hatte der Lügder Forstoberinspektor Anfang 2009 für das Jahresende erhofft. Jetzt kann er seinen Forstwirtschaftsplan sogar mit 500 Euro im Plus abschließen. Im kommenden Jahr sollen es dann 2000 Euro werden.

veröffentlicht am 20.12.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:21 Uhr

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Das ist zwar herzlich wenig im Vergleich zu den fast 86 000 Euro Überschuss von 2008. Aber das Geld spülten damals die Holzverkäufe infolge des 2007er-Sturms Kyrill in die Kasse – weshalb die Blum Einschlagmenge seither deutlich heruntergefahren hat.

Und was tut sich im nächsten Jahr im Lügder Stadtforst? Schon jetzt ist klar, dass Buchen aufgeforstet werden sollen. 23 000 von insgesamt 56 000 Euro, die das kosten soll, steuert das Land Nordrhein-Westfalen bei. Knapp 140 000 Euro und damit den Löwenanteil der Einnahmen will Blum mit Holzverkäufen einfahren. Hinzu kommen 4200 Euro aus der Jagdpacht und 175 Euro aus dem Verkauf von Holzlesescheinen.

Manchem Lügder genügen diese Einnahmen aber nicht. So fragte Dr. Bertel Berendes (FWG) in der jüngsten Ratssitzung mit Verweis auf diverse in letzter Zeit aufgelegte Forst-Fonds, ob sich aus dem Lügder Wald nicht mehr Geld erlösen lassen könnte.

Und auch SPD-Fraktionschef Jörg Eickmann fand: „Unser Förster plant extrem konservativ.“

Mit Berendes’ profitorientiertem Vorschlag mochte sich Bürgermeister Heinz Reker (parteilos) auf Anhieb nicht befreunden. „Wir haben bisher die nachhaltige Bewirtschaftung unseres Waldes in den Vordergrund gestellt“, erklärte er. Die Verkaufserlöse seien für Neuanpflanzungen eingesetzt und somit in die Kulturpflege investiert worden. „Wenn Sie höhere Gewinne wollen, müssen wir das beschließen“, so Reker.

Der Verwaltungschef zeigte sich jedoch bereit, „die Frage, wie wir mit dem Wald umzugehen haben“, in einer Forstausschusssitzung zu behandeln.

Allerdings hat der Lügder Wald seiner Ansicht nach auch eine wichtige Naherholungsfunktion und sollte nicht in erster Linie ausgebeutet werden.

Nach diesem kurzen Austausch der Standpunkte war die Harmonie im Rat jedoch schnell wieder hergestellt: Kurz vor dem gemeinsamen Grünkohlessen im Dechenheim segneten die Politiker den Forstwirtschaftsplan für 2010 einstimmig ab.



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