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Kämmerer legt erste Schätzung vor / Ostermann: Beruf wird mehr zur Kenntnis genommen

Tarifabschluss kostet die Stadt 50 000 Euro

Lügde (jl). „Wir erfahren zwar viel Zuspruch von den Eltern“, sagt Gertrud Ostermann. Aber zugleich gewinnt die Leiterin des Lügder „Pusteblume“-Kin-dergartens dem jetzt mit einer Einigung beendeten Erzieherinnen-Tarifstreit einen Effekt ab: „Es wurde Zeit, dass eine breite Öffentlichkeit und auch die Politiker unseren Beruf ’mal etwas mehr zur Kenntnis nehmen.“ Nur gutheißen kann sie auch die Erkenntnis, „dass es notwendig ist, auf die Gesundheit der Erzieherinnen zu achten“. Denn Rückenprobleme bis hin zum Bandscheibenvorfall oder Hörstürze durch die körperlichen Belastungen und den Lärm seien in ihrem Job nicht selten. Abzuwarten sei, wie der Anspruch auf Gefährdungsanalysen am Arbeitsplatz umgesetzt werden könne.

veröffentlicht am 30.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:21 Uhr

Ein aufgewecktes Quartett in einer Leseecke der „Pusteblum
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Aus der von vielen Erzieherinnen erhofften Höhergruppierung ihres Berufsstandes ist indes nichts geworden. Aber immerhin: Vollzeitkräfte können ab November mit 120 bis 150 Euro mehr brutto pro Monat rechnen, individuell abgestuft nach Berufsjahren und den spezifischen Aufgaben. Ein Gutteil der Mitarbeiterinnen in den städtischen Kindergärten in Lügde, Falkenhagen und Sabbenhausen arbeitet aber nur halbtags; entsprechend niedriger fällt dann auch das Plus auf ihren Konten aus.

Auf die Kommunen – und so auch die Stadt Lügde – kommen indes Mehrkosten zu. „Wir schätzen bei rund 30 Erzieherinnen unsere zusätzlichen Personalaufwendungen auf etwa 50 000 Euro pro Jahr“, sagt Stadtkämmerer Heinz Reker. „Ich habe die Summe zur Kenntnis zu nehmen und muss sie verbuchen.“

Wenn der Erlös aus den Steuereinnahmen der Stadt nicht ausreiche, „müssen wir das notfalls über Kassenkredite finanzieren“. Die endgültigen Summen könnten allerdings erst errechnet werden, wenn die Ausführungsvorschriften vorlägen.

G. Ostermann
  • G. Ostermann

Allerdings schließt Reker auch nicht aus, dass das Land Nordrhein-Westfalen seine Kita-Zuschüsse an die Kommunen infolge der Tariferhöhung irgendwann aufstockt. Doch das ist noch Zukunftsmusik.



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