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Auch Gedenken an Dieter Diekmeier

Tage wie dieser – Rischenau feiert mit Doppelkonzert

RISCHENAU. Schon in der Begrüßung wurde klar, dass der kürzlich verstorbene Ortsbürgermeister Dieter Diekmeier dem Konzert des Frauenchors Rischenau und des Spielmannszuges im Dorfgemeinschaftshaus seinen Stempel aufgedrückt hatte.

veröffentlicht am 15.04.2019 um 18:01 Uhr
aktualisiert am 15.04.2019 um 21:30 Uhr

Der Spielmannszug Rischenau hat viele junge Gesichter. Foto: rr
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Diekmeier war Motor und Antreiber des 750-jährigen Dorfjubiläums, das nun ohne ihn stattfinden muss, doch – wie die weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr – von seinen vielfältigen Ideen geprägt ist. „Tage wie dieser“ waren sein Ding, und so zog im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus zunächst der Spielmannszug unter der Leitung von Ralf Müller auf, gefolgt vom Frauenchor, geleitet von Karin Brüggemann.

Der Song „Tage wie diese“ von den Toten Hosen leitete das Konzert ein. Die Kombination Spielmannszug und Frauenchor war eine Premiere, die gelang. Denn einerseits wahrten beide Ensembles ihre Charakteristika, andererseits nahmen sie bei den gemeinsamen Liedern aufeinander Rücksicht und passten sich dem jeweils anderen Partner sensibel an. „Hoch Heidecksburg“, „Grüße aus Dortmund“ oder „Aus Böhmen kommt die Musik“ waren Stücke, mit denen der Spielmannszug brillierte. Mit großer Exaktheit intonierten die Trommler und Flötistinnen ihr Repertoire, man hörte sie gewissermaßen marschieren. Viel intensiver und anrührender erklang das „Hallelujah“ von Leonard Cohen, zu dem der Frauenchor wieder auf der Bühne erschien. Hier zeigte sich, wie gut beide Ensembles aufeinander eingingen, sich mit gut austarierter Lautstärke gegenseitig ergänzten. Danach hatte der Frauenchor, der durch einige Mitglieder der Pyrmonter „Singfonie“ verstärkt wurde, seinen Soloauftritt mit Liedern wie dem ohne Worte gesungenen „Air“, dem bekannten „Gabriellas Song“, „Eternal Flame“ und dem ins Deutsche übertragene „Thank You for The Music“ von Abba, das nun „Danke für die Lieder“ hieß. Chorleiterin Karin Brüggemann, seit 45 Jahren Chefin des Rischenauer Ensembles, dirigierte mit Verve und Empathie, hielt den Spannungsbogen hoch und trieb den Chor mit großer Präzision zu einer tollen Leistung.

Sehr erfreulich, dass in beiden Gruppen auch junge Gesichter zu sehen waren, was besonders beim Spielmannszug auffiel. Mit dessen Vorsitzendem Mario Brenker und der Vorsitzenden des Frauenchores, Barbara Liene-Hinz, leisteten zwei versierte Musiker die Hauptmoderation.

Der Frauenchor Rischenau wird seit 45 Jahren von Karin Brüggemann geleitet. Foto: rr

„Der Frauenchor hat einige seiner Lieblingslieder mitgebracht“, kündigte Liene-Hinz an, und Reinhard Meys „Über den Wolken“, der Udo-Jürgens-Hit „Ich war noch niemals in New York“ und „Love shine a Light“ wurden mit ansteckender Fröhlichkeit intoniert. Mit einem fetzigen „Barbara Ann“ von den Beach Boys gab der Chor dem Spielmannszug in puncto Lautstärke gehörig Kontra, bevor auch die Instrumentalisten noch einen Soloblock spielten.

Zum Finale erklang dann das legendäre „Highland Cathedral“, das vom Spielmannszug zunächst dezent und dann mächtig begleitet und vom Frauenchor inbrünstig und wohlabgewogen gesungen wurde. Das war ein derart berührendes Erlebnis, dass vom Publikum vehement eine Zugabe gefordert wurde. Ein Klasse-Konzert, das auch Dieter Diekmeier gefallen hätte.



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