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Niese ist gut sieben Stunden ohne Saft / Kritik am Versorger wird laut

Stromausfall – e.on lässt Menschen am Köterberg für Stunden im Dunkeln

Lügde (hg/rom). Und plötzlich ging nichts mehr: Für mehrere Stunden ist am Sonntagnachmittag der Strom in mehreren Teilen der Lügder Großgemeinde ausgefallen. Betroffen waren neben Rischenau, Falkenhagen, Hummersen, Niese, Köterberg, Biesterfeld und Paenbruch auch Kollerbeck und Teile von Brakelsiek. Allein die Menschen in Niese waren ab 13.30 Uhr gut sieben Stunden ohne Strom. Ursache für den Ausfall waren nach Angaben des Energieversorgers e.on Westfalen-Weser ein kaputtes Kabel und ein defekter Endverschluss an einer so genannten Gittermaststation, die einem Trafo ähnelt. Die genauen Ursachen aber sind bislang unklar.

veröffentlicht am 19.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:41 Uhr

Köterberg: e.on-Mitarbeiter schalten einen Generator ein. Foto:
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Einen Tag nach dem Komplettausfall wird nun Kritik am Verhalten des Energieversorgers laut. Denn über mehrere Stunden hinweg ließ das Unternehmen sowohl die Menschen in den betroffenen Ortsteilen als auch Feuerwehr und Ordnungsamt im Dunkeln über den Stromausfall. „Das ist dumm gelaufen. Wir hatten gar keine Infos“, sagte Lügdes Stadtbrandmeister Wolfgang Kornegger gestern auf Anfrage. „Sonst hätten wir mehr tun können.“ Auch die betroffenen Menschen übten Kritik.

Ohne Genaueres zu wissen, besetzte die Feuerwehr ihre Gerätehäuser in Rischenau und Niese und schickte zwei ihrer Wagen auf den Weg, um die Menschen in den betroffenen Ortsteilen über Lautsprecher-Durchsagen über den Stromausfall zu informieren. In den Gerätehäusern boten die Feuerwehrleute den Menschen Kaffee an und gaben Müttern die Gelegenheit, Wasser etwa für Fläschchen zu erwärmen. Denn sowohl Herdplatten als auch Glühbirnen, Heizungen und allen elektronischen Geräten wie Telefonen fehlte der Saft.

Unternehmen bittet um Entschuldigung

Menschen kamen während des Stromausfalls nicht zu Schaden, zu Einsätzen musste die Feuerwehr nicht ausrücken. „Gott sei Dank“, wie Kornegger sagte. Viel länger hätte der Stromausfall nämlich nicht dauern dürfen. Denn laut Kornegger hatte etwa in Rischenau der sogenannte Alarmumsetzer – das Gerät gibt die Alarmmeldungen an die Feuerwehrleute weiter – fast keinen Strom mehr. Ohne den hätte die Wehr im Notfall nicht mehr alarmiert werden können.

Wie eine Sprecherin des Stromversorgers gestern auf Anfrage sagte, sei der Strom in Rischenau, Falkenhagen und Hummersen bis spätestens 14.43 Uhr wieder geflossen. In Niese aber dauerte es bis 20.40 Uhr. Die letzten Reparaturen hätten die Arbeiter gegen 23.20 Uhr abgeschlossen, fügt sie hinzu.

Die Sprecherin erklärte weiter, dass der mehrere Stunden dauernde Komplettausfall nicht der unternehmenseigenen Eskalationsstufe entspreche, um Bevölkerung und Feuerwehr zu informieren. An erster Stelle habe die Wiederversorgung gestanden. So stellte das Unternehmen während des Totalausfalls fünf Stromgeneratoren in den Ortsteilen auf. Außerdem sei anfangs nicht abzusehen gewesen, wie lange der Ausfall dauern würde. Die Sprecherin kündigte an, dass e.on sein Vorgehen intern besprechen wolle. Die betroffenen Lügder bat sie um Entschuldigung.



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