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Lebensretter der Johanniter-Unfall-Hilfe planen neues Angebot am Biker-Hotspot

Streife fahren am Köterberg

Köterberg. Wenn das Quecksilber im Thermometer aufwärts strebt und sich die Sonne immer häufiger blicken lässt, beginn für Zweiradfans die Motorradsaison. Eine der beliebten Strecken der Gegend: den Köterberg hinauf, oben bei Wirt Rudolf Brandt was essen und dann wieder runter. In den Landkreisen Lippe und Höxter steigen dann zehn Männer auf ihre Maschinen, die nicht zum Spaß Landstraßen entlangfetzen. Sie fahren, um zu helfen. Die Aktiven der Motorradstaffeln leisten als Sanitätshelfer, Rettungssanitäter oder Rettungsassistenten Erste Hilfe bei Verkehrsunfällen.

veröffentlicht am 11.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

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Autor:

von Julia Rau
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Es sind zehn Mitglieder des Regionalverbandes Lippe/Höxter der Johanniter-Unfall-Hilfe. Ehrenamtlich unterstützen sie die Rettungsleitstellen, indem sie auf Abruf bereitstehen, um etwa bei einem Stau direkt bis zu einem Unfallopfer durchdringen zu können. Staffelleiter Wolfgang Grüneberg des Regionalverbandes möchte das Tätigkeitsfeld seiner Leute nun noch erweitern. „Das Problem bei uns ist, dass die einzige Einsatzmaschine, die wir haben, nur 27 PS hat, damit erreichen wir nur Spitzengeschwindigkeiten von etwa 140 Kilometern pro Stunde“, sagt Grüneberg. Für ein Gebiet, das zwei ganze Landkreise umfasst, sei der Einsatz als Stauhilfe damit nicht möglich. Sie wären schlichtweg zu langsam am Unfallort. Die Rettungswagen sind eher da. „Also hatte ich zusammen mit einem Kollegen die Idee, stattdessen unsere Hilfe auf Landstraßen anzubieten“, sagt Grüneberg. Derzeit sei das Projekt in der Planung.

Wenn demnächst noch mehr Freiwillige ein paar Stunden Streife anbieten, soll es in etwa so funktionieren: „Wenn schönes Wetter vorhergesagt ist oder ein langes Wochenende im Frühling oder Sommer bevorsteht, dann wollen wir typische Motorradstrecken in der Gegend bestreifen, also abfahren. Sollte an denen dann etwas passiere, egal, ob es ein Unfall mit einem Motorrad ist oder nicht, sind wir schnell vor Ort.“ Dann können die ausgebildeten Helfer – Grüneberg etwa ist hauptberuflich Rettungsassistent bei der Feuerwehr in Herford – Erste Hilfe leisten und eine qualifizierte Rückmeldung an die Leitstelle geben.

Angedacht sind immer zwei Fahrer pro Dienst. „Jeder von uns hat auch ein privates Motorrad“, so Grüneberg. Damit könnte der Kollege auf dem Einsatzfahrzeug unterstützt werden. Darüber hinaus wird die Anschaffung eines zweiten Motorrades geprüft, wie es in einer Mitteilung der Johanniter-Unfall-Hilfe heißt. Das Geld für die Motorradstaffel kommt einzig aus Spenden und von Sponsoren. Wie lange dann eine Streife etwa um den Köterberg – der Staffelleiter schätzt, dass der Radius etwa 30 Kilometer betragen wird – dauert, bleibt jedem Helfer selbst überlassen. „Es ist ja nur ein zusätzliches Angebot.“ Während der Streife will Grüneberg zudem Motorradfahrer auf grobe Fehler, etwa fehlendes Licht, hinweisen, „ohne irgendwie aufdringlich zu wirken“.



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