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Kulturelles Großereignis

Straßentheater-Festival in Detmold

DETMOLD. Bis Pfingstmontag werden die Detmolder Innenstadt und ihre umliegenden Straßen und Plätze zu einem kulturellen Mittelpunkt. Zum 27. Mal treffen sich europäische Straßentheatergruppen zum größten deutschen Festival seiner Art: „Bildstörung“. Dabei „stört“ das Festival das gewohnte Bild der Stadt …

veröffentlicht am 19.05.2018 um 11:00 Uhr

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Zum Festival sind drei Ensembles eingeladen, die Tanztheater im öffentlichen Raum unterschiedlich interpretieren:


Die niederländische Gruppe Cie. Woest versucht in ihrer Performance der Schwerkraft zu trotzen, der katalanische Tänzer Quim Bigas versetzt das Publikum in Glücksgefühle und die französische Gruppe Le G. Bistaki entführt die Zuschauer in einen skurrilen Kosmos mit Mais und Schaufeln. Sie sitzt auf einem Stuhl, raucht, strickt. Er sitzt ein Stück entfernt, blättert in der Zeitung, rupft ein Huhn. Unscheinbares, banales Tun – würde dies nicht in mehreren Metern Höhe geschehen, an die Fassade eines Gebäudes geklebt. Hoch über den Köpfen der Passanten sitzen Menschen im Alter zwischen 60 und 80 Jahren und führen Tätigkeiten ihres privaten Alltags aus, die auf zurückhaltende Weise inszeniert sind und nachdenklich machen. Der alte Mensch in unserer Gesellschaft im Spannungsfeld von Architektur und Alltag steht im Fokus des Projektes „x-mal Mensch Stuhl“ von Angie Hiesl. Die Inszenierungsorte sind Häuserfassaden an Straßen und Plätzen im urbanen Raum.


Zwei von Tristan Kruithof konzipierte Acts sind unter dem Banner von exoot bei der Bildstörung zu Gast. Ein Autobianchi verwandelt sich auf magische Weise in ein Goldfischaquarium auf vier Rädern, mit einem Kerl hinterm Lenkrad, der ein wenig verdächtig erscheint. Scubabianchi spielt mit dem Publikum und überrascht es mobil in der Stadt. Im Schlosspark wird ein umgebauter Velorex zur Spielstation und zum kleinen Open-Air-Kino. Filme, Programme und Trailer werden auf vier Bildschirme projiziert. Das Publikum spielt mit exoot auch ein legendäres Computerspiel... in 3D. Die vier Bildschirme spornen das Publikum an, die höchste Punktzahl des Tages zu knacken.

Außerdem dabei: „De Stijle Want…“ mit einer neuen Zirkus-Show, die nur zwei Minuten dauert! in einem Zelt für 15 Personen. Worum es geht bleibt, wie immer bei De Stijle, Want…, geheim. Garantiert ist jedoch die Überraschung! Wer die letzten Shows von De Stijle, Want… bei der Bildstörung verpasst hat, bekommt dieses Jahr eine neue Chance, diesen außergewöhnlichen Zirkus zu sehen. Ein neuer Künstler für das Detmolder Publikum ist Joan Català aus Spanien. Pelat ist mehr als ein Stück Straßentheater. Anspielungen an katalanische Rituale, meisterhafte Körperbeherrschung und großartige Artistik, ansteckende Spielfreude machen aus Pelat ein kollektives Spiel. Es verschwinden Grenzen zwischen Zuschauer und Bühne, ebenso die zwischen Tanz, Circus und Performance. Pelat magnetisiert mit Stille, Erwartung, Stärke, Anspannung und der magischen, spontanen Lust am Mitmachen. Joan Català verzaubert mit seiner Show in der Tanz, Zirkus, Theater und Performance ineinander übergehen und die Grenzen zwischen Bühne und Publikum verschwimmen. Català will mit diesem Stück die Handarbeit ohne moderne technologische Mittel in den Mittelpunkt stellen.



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