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Für „Missverständnis“ entschuldigt / Verein braucht mindestens 8000 Zuschauer

Straßenbauamt geht auf Dechen zu

Lügde (jhe). Die Verärgerung der Dechen über die Straßenbaubehörde Nordrhein Westfalen hat inzwischen nachgelassen. „Vonseiten des Vereins wird es keine bösen Worte mehr geben“, sagte Oberdeche Uwe Stumpe. Der Grund: eine Entschuldigung von Frank Winter, Diplom-Ingenieur bei der Landesbehörde Straßen. NRW. Gegenüber den Pyrmonter Nachrichten stellte Winter fest: „Da ist sicherlich etwas fehlinterpretiert worden. Ich wollte nie den Osterverein einschränken.“

veröffentlicht am 01.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:21 Uhr

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So machte Winter das Eingeständnis, dass erst nach Ostern der Rasen auf der Fläche vor dem Dechenheim eingesät werde. Wie gehabt können nun die Osterräder in der Emmer gewässert und mit dem Trecker herausgezogen werden. Der Dechenvorsitzende bewertete die Nachricht positiv: „Ich denke, dass die Einsicht bei der Straßenbaubehörde gesiegt hat.“

Umgehungsstraße beschert Einbußen

Doch so ganz verstehen kann Frank Winter nicht, warum sich die Dechen über seine erste Nachricht so empört hätten. Denn er habe lediglich darum gebeten, die Treckerspuren zu beseitigen, die entstehen, wenn die Osterräder nach dem Wässern aus der Emmer gezogen werden. „Das war die einzige Einschränkung“, sagte Winter. Ihre Räder hätten die Dechen jederzeit wässern können. Doch nachdem das Thema durch verschiedene Medien gelaufen ist, will Winter weitere Aufregung vermeiden und zeigt sich großzügig: „Wenn da Trekkerspuren sind, dann werden wir das beseitigen.“ Schließlich wolle er keinen Streit mit den Dechen haben.

Doch dieses Thema war für die Dechen nur der Gipfel des Eisberges. Wäre der Rasen gesät worden, „hätten wir die komplette Fläche rekultivieren müssen“, erklärte Stumpe. Nach all den Einbußen, die der Verein seit dem Bau der Umgehungsstraße habe hinnehmen müssen, sei das zu viel gewesen. Unmut unter den Besuchern hatte es wegen den Problemen mit der Behelfsbrücke sowie dem Matsch vor dem Dechenheim gegeben – eine Stelle, die viele Zuschauer als Aussichtspunkt für den Osterräderlauf nutzen. „Viele haben gesagt, sie kommen nicht wieder“,soStumpe.

Wie die Zuschauer zurückgewonnen werden könnten, darüber berät der Dechenvorstand in seiner heutigen Sitzung. Stumpe wies daraufhin, dass der Verein sparsam sein müsse: „Das größte Schwert, das über uns hängt, sind die Finanzen.“ Zwar habe der Traditionsverein noch Reserven, „aber wenn es in diesem Jahr Ostern regnet, dann müssen wir diese zum ersten Mal knacken“, erläuterte der Vorsitzende. Doch ein Verein, der bei einem solchen Ereignis stark vom Wetter abhängig sei, brauche Reserven, um zwei aufeinanderfolgende regnerische Jahre zu überstehen. „8000 zahlende Zuschauer müssen in diesem Jahr kommen“, sagt Stumpe, damit alleine die verschiedenen Kosten beglichen werden könnten.

Erst nach Ostern soll nun der Rasen auf der Fläche vor dem Dechenheim eingesät werden. Oberdeche Uwe Stumpe bewertet die Entschuldigung aus dem Straßenbauamt positiv.

Foto: jhe



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