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Stadt Lügde reagiert auf Forderung des Unfallopfers

Stoppschild vor Hohenborner Straße soll Radfahrer schützen

LÜGDE. Seit Montag ist die Emmerstadt um ein Verkehrszeichen reicher. Und Fahrradfahrer leben etwas sicherer: Vor der Einmündung der Straße „Zum Golfplatz“ in die Hohenborner Straße hat der städtische Bauhof das Halteschild gegen ein Stoppschild getauscht. Das soll Unfälle wie den von Ulrich Dahnz im Januar verhindern.

veröffentlicht am 10.09.2018 um 21:57 Uhr

Der Einmündung der Lügder Straße „Zum Golfplatz“ auf die Hohenborner Straße galt in der Vergangenheit nicht als Unfallhäufungsstelle – bis einem folgenschweren Unfall am 27. Januar. Da übersah eine Autofahrerin den Lügder Ulrich Dahnz. Der 63-Jährige
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Das Schild und eine dicke Linie auf der Fahrbahn signalisieren den von oben kommenden Autofahrern deutlich: Bis hierhin – und erst weiter, wenn aus keiner Richtung ein Radfahrer angerollt kommt.

Mit dem Schildertausch hat die Stadtverwaltung auf den Antrag von Ulrich Dahnz reagiert. Der Lügder ist viel mit dem Fahrrad unterwegs. Am 27. Januar hatte er einen folgenschweren Unfall an der Einmündung: Als er auf seinem Fahrrad den Radweg stadtauswärts in Richtung Holzhausen befuhr, nahm ihm ein Auto die Vorfahrt.

Der heute 63-Jährige, der auf dem Kombi-Geh- und Radweg langsam auf den Einmündungsbereich zugerollt war, wurde von dem Ford einer 70-jährigen Pyrmonterin erfasst. Er flog über die Motorhaube und stürzte auf die Fahrbahn. Er brach sich die linke Schulter und mehrere Rippen. Sein geringes Tempo, der Fahrradhelm und seine dicke Kleidung an diesem Wintermorgen dürften noch schlimmere Unfallfolgen verhindert haben.

„Ich bin froh, dass ich überlebt habe“, sagt Ulrich Dahnz. „Aber bestimmte Dinge kann ich immer noch nicht tun.“ Seine Beweglichkeit ist – trotz Physiotherapie und Rehasport – bis heute eingeschränkt.

Ein solches Schicksal wünscht er niemandem. Dass es in der Vergangenheit an dieser Stelle aber schon wiederholt zu Beinaheunfällen gekommen war, erfuhr er in Gesprächen mit anderen Radfahrern. Auch sie wurden hier von Autofahrern ignoriert, konnten eine Kollision aber noch in letzter Minute verhindern. Insbesondere der Verlauf des Weges aus Richtung Stadt macht den Bereich unübersichtlich.

Seine Argumente für das Stoppschild brachte Ulrich Dahnz dann sowohl beim Bürgermeister als auch bei der Polizei und beim Kreis Lippe vor – und überzeugte die Entscheider offenbar schnell. Bei einem Ortstermin der Verkehrskommission war die Frage dann schnell entschieden. Letztlich sprach nichts dagegen, dass ein Stoppschild, wie es schon seit Jahren am unteren Ende der Schlesierstraße steht, auch an der Straße „Zum Golfplatz“ installiert wird. Dessen Aufbau verzögerte sich jetzt nur um einige Wochen, weil die Lieferung des weißen Haltestreifens für die Fahrbahn noch ausstand.



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