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So sichert man im Rathaus den Hochwasserschutz für den „Ankerplatz“

Starke Mauer für leichte Wände

Lügde. Soviel vorweg: Dass der Emmerauenpark bei einem richtig heftigen Hochwasser absäuft, wünscht sich natürlich niemand. Und doch wollen alle, die in Lügde mit dem Thema Hochwasserschutz zu tun haben, vorbereitet sein für den Fall der Fälle. So lagern im Bauhof mobile Dämme, die zum Beispiel die Stadtmauer verschließen könnten, wenn der Pegel in Alarmhöhe stiege.

veröffentlicht am 23.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Im Rathaus hat man sich aber auch Gedanken gemacht über den „Ankerplatz“. Das Café sowie die Toiletten finden sich zwar in Containern. Und die sehen eigentlich so aus, als ließen sie sich im Ernstfall mal eben schnell wegschaffen. Doch der Schein trügt: „Die drei Container abzutransportieren, wäre ein sehr großer Aufwand“, sagt Hans-Albert Lindhorst. Der Rathaus-Mitarbeiter, der sich im städtischen Bauamt unter anderem um das Thema Hochwasserschutz kümmert, verweist dabei auf die diversen Ver- und Entsorgungsleitungen für Wasser und Strom. Allein die zu kappen würde eine ganze Weile dauern.

Deshalb hat Lindhorst für die Stadt eine mobile Schutzeinrichtung beschafft. „Das sind knapp 20 Dreiecke aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Die sind leicht und können einzeln von einer Person getragen werden“, erklärt er. Der Aufbau des Schutzwalls aus den ineinandergreifenden Dreiecken sei in maximal zwei Stunden erledigt. Damit der mobile Damm hält, haben Mitarbeiter des Bauhofs die historische Stadtmauer an beiden Seiten des „Ankerplatzes“ durch einen etwa 15 Zentimeter tiefen Betonvorbau verstärkt. „Das haben sie ordentlich und stabil gemacht“, sagt Lindhorst über die beiden grauen Mauervorsprünge zu beiden Seiten der Container. Drücke im Extremfall ein Hochwasser auf die Wand, so werde der Vorbau die Belastung abfangen. „Die Elemente werden dann im Boden verankert“, erklärt der Rathaus-Mitarbeiter. „Große, störende Befestigungen kriegen wir da nicht.“

Die Feuerwehr hat den Aufbau einer Schutzwand schon einmal geprobt. Ein weiterer Test ist fürs Frühjahr geplant. Übrigens: Der mobile Hochwasserschutz wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Es zahlt die Hälfte des Kaufpreises von etwa 14000 Euro.

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  • Die soliden grauen Vorsprünge sind genau so hoch wie die Mauer. Sie sollen sicherstellen, dass sie dem Druck auf die mobile Schutzwand standhält.


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