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Betrag könnte im kommenden Jahr um 2,75 Prozent fallen

Stadt will Kosten für die Biotonne senken – wenn auch gering

Lügde (jhe). Ob Eierschalen, Kaffeereste oder Rasenschnitt – die Abfuhr der Biomülltonne könnte für die Lügder im nächsten Jahr billiger werden. Ordnungsamts-Chef Karl-Heinz Köhne erklärt, wie es dazu kommt: „Die Tonnenmenge, die wir beim Kompostwerk abliefern, hat sich verringert. Deshalb muss die Stadt weniger bezahlen.“ Von dieser geringeren Belastung sollen nach Meinung der Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses auch die Bürger profitieren.

veröffentlicht am 10.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:41 Uhr

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Um 2,75 Prozent könnte der Betrag für die Biotonnen in den verschiedenen Größen gesenkt werden. Zwar bleibt die jährliche Grundgebühr von 54 Euro je Haushalt stabil. Aber die 14-tägige Abfuhr der 60-Liter-Biotonne würde dann 29,76 Euro im Jahr kosten – 84 Cent weniger als bisher. Um 1,20 Euro könnten die Kosten für die 80-Liter-Tonen auf 39,60 Euro gesenkt werden und um 1,68 Euro könnte sich die Gebühr für die 120-Liter-Tonne auf 59,52 Euro verringern. Wohnt nur eine Person auf einem Grundstück, müsste sie zukünftig 14,88 Euro für eine 60-Liter-Tonne bezahlen – 42 Cent weniger als bisher.

Am Preis der Halbjahres-Biotonne soll sich für die Bürger nichts ändern, auch wenn die Stadt nächstes Jahr 14 Prozent mehr für die Abfuhr bezahlen muss. Ordnungsamts-Chef Köhne erklärt, den Bürgern „einen Anreiz“ bieten zu wollen, die Halbjahrestonne vermehrt zu nutzen. „Wenn die Tonne mehr genutzt wird, dann werden wir hier Ersparnisse haben“, so Köhne. Derzeit sind 11 der 80-Liter-Gefäße und 21 der 120-Liter-Tonnen im Umlauf. Welches Interesse die Stadt an den Halbjahrestonnen habe, wollte der neu gewählte stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende Dr. Christian Tennie wissen. Köhne erklärt, dass der Kreis Lippe die Halbjahres-Biotonne eingeführt habe, „um erhebliche Ablagerungen von Grünschnitt in der Landschaft zu verringern“. Die Tonne sei ein Angebot für jene Bürger, die ihre Gartenabfälle nicht immer zum Container bringen wollten.

Auch an den Kosten für den Restmüll soll sich für die Bürger nichts ändern. Zwar wird die Stadt auch für die Abfuhr der grauen Tonnen im nächsten Jahr mehr bezahlen – jedoch minimal, wie Köhne betont. „Die 0,3 Prozent werden über einen städtischen Zuschuss abgefangen“, sagt der Leiter des Ordnungsamts. Der Grund für die geringen Mehrkosten sei, dass das Gewicht des Restmülls geringfügig gestiegen sei. Geschlossen empfahlen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses die neue Müll-Gebührensatzung. Einig waren sich die Ausschuss-Mitglieder auch in dem Punkt, die Abwassergebühren im kommenden Jahr nicht zu erhöhen. Bürgermeister und Ausschussvorsitzender Heinz Reker erklärt, dass die bisherige Schmutzwassergebühr von 3,70 Euro pro Kubikmeter und die bisherige Regenwassergebühr von 35 Cent pro Kubikmeter beibehalten werden könnten.

Die Empfehlungen müssen noch durch den Rat, der am Montag tagt.

Könnte im nächsten Jahr billiger werden: die grüne Biotonne.

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