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Experten diskutieren neues Konzept für Schüler

Sprachkompetenz verbessern: Lügder Grundschule bei Fachtagung

DETMOLD/LÜGDE/LIPPE. Gute Sprache ebnet den Weg – wie aber erwerben Kinder und Jugendliche die Sprachkompetenz, um einen guten Schulabschluss zu erreichen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben? Mehr als 150 Schulleitungen und Fachleute für „durchgängige Sprachbildung“, darunter von der Grundschule St. Marien in Lügde, haben diese Frage während eines Treffens bei der Bezirksregierung Detmold diskutiert.

veröffentlicht am 04.10.2018 um 19:21 Uhr
aktualisiert am 04.10.2018 um 21:00 Uhr

Hans-Ulrich Kilian

Autor

Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite

Schon die erste Veranstaltung zu diesem Thema im Frühjahr dieses Jahres war bei den Schulen auf sehr großes Interesse gestoßen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Schulen die Entwicklung gestalten können. Ziel ist es, die sprachlichen Kompetenzen der Schüler in jeder Unterrichtsstunde zu erweitern. Und: Alle Mitglieder einer Schulgemeinschaft sollen Mehrsprachigkeit als Normalität ansehen und davon profitieren. „Schulleitungen und Fachleute für durchgängige Sprachbildung schaffen gemeinsam die Voraussetzungen dafür, Konzepte für eine koordinierte, aufeinander aufbauende Sprachbildung zu entwickeln und sie in einem Schulentwicklungsprozess umzusetzen“, erklärt Dezernatsleiterin Rita Berens. „Die Bezirksregierung Detmold und die landesweite Koordinierungsstelle (LaKI) unterstützen die Schulen dabei.“

Prof. Dr. Udo Ohm von der Universität Bielefeld gab mit seinem Vortrag „Durchgängige Sprachbildung“ zunächst einen Impuls. Anschließend entwickelten die Teilnehmer in Ideenwerkstätten konkrete Vorstellungen und Maßnahmen für den Schulalltag. Die Trainerin für Schulentwicklungsberatung, Angelika Klapproth-Brill, stellte danach die Schritte vor, die eine Schule gehen sollte, um die „Durchgehende Sprachbildung“ nachhaltig zu implementieren.

Auch die andere Seite kam zu Wort: Schulen, die bereits einen solchen Entwicklungsprozess begonnen haben, schilderten ihre Erfahrungen und stellten diese zur Diskussion. Die Teilnehmer lernten also mehrere Möglichkeiten kennen, einen Schulentwicklungsprozess zu starten, die Schulgemeinde einzubinden, den Prozess nachhaltig zu entwickeln, Maßnahmen zu evaluieren und daraufhin weitere Schritte zu planen und umzusetzen.

Schulleitungen und Fachleute einer Schule tauschten sich zudem mit anderen Schulen aus. Sie nahmen die Bedingungen an der eigenen Schule in den Blick und planten die ersten Schritte. Außerdem erfuhren die Teilnehmer, welche Unterstützungsangebote zu dem Thema es in ihrer Region gibt: vonseiten der Bildungsbüros, der Kommunalen Integrationszentren und der Kompetenzteams. Die konkreten und konstruktiven Ideen sollen jetzt in den Kollegien in Ostwestfalen-Lippe weiterentwickelt und angewandt werden.red



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