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Züchter Guido Müller öffnet seinen Garten für Besucher

Spielarten der Bonsaikunst

NIESE. Rund 300 bis 400 Bonsai vermutet Guido Müller in seinem Garten. Nicht mitgerechnet die jungen Triebe und Setzlinge, die erst mit viel Geduld und gutem Auge in Form gebracht werden müssen.

veröffentlicht am 15.04.2018 um 15:54 Uhr

Bonsai-Künstler Guido Müller zeigt seinen edelsten Schatz: Eine japanische Zierquitte (links) und daneben die Mutation einer Feldulme (rechts). Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Sein ganzer Stolz steht indessen in einer Art Schrein in dem nach japanischer Sitte sehr schlicht gehaltenen Gartenhaus. Hier präsentiert Müller seinen edelsten Schatz: Eine japanische Zierquitte als Hauptbaum und kleiner daneben die Mutation einer Feldulme, die Müller einst entdeckt hat. „Sie hat statt grüner Blätter das ganze Jahr über gelbe. Ich habe davon Wurzelstecklinge genommen und unter anderem daraus diesen nun zwölf Jahre alten Bonsai geschaffen.“ Diese Varietät kann nur über Stecklinge vererbt werden, sodass nur ganz wenige dieser „Goldulmen“ existieren.

Am Wochenende hatten Besucher im Rahmen der Tage des offenen Gartens die Möglichkeit, die Miniaturpflanzen Müllers zu besichtigen und sich über die Stilrichtungen und Spielarten der Bonsaikunst zu informieren. „Ich hatte 1967 das erste Bild eines Bonsais in einer Illustrierten gesehen und bin am nächsten Tag gleich in den Wald gegangen, um mir einen Setzling zu suchen. Das wollte ich auch machen.“ Zu dieser Zeit gab es allerdings weder Bücher noch sonstige Informationen in Europa, wie ein Bonsai gezüchtet werden kann, sodass viele Versuche ins Leere liefen. „Ich habe einfach ausprobiert, bis ich dann rund ein Jahrzehnt später auf entsprechende Fachliteratur gestoßen bin“, erinnert sich Müller und zeigt sich noch begeistert von seiner Studienreise nach Japan 1996, wo er große Bonsaimeister kennenlernen durfte.

Dabei lernte er auch viel über Gartengestaltung, was die Besucher nun erfahren konnten. Sie fanden einen Bonsai auf einem Bad Pyrmonter Tuffstein, bewunderten einen Wasserlauf mit Koi und viele Bäume auf Stelen.

Mehrere Hundert Bonsai pflegt Müller in seinem Garten. Einige von ihnen sind auf Stelen aufgestellt. Foto: yt
  • Mehrere Hundert Bonsai pflegt Müller in seinem Garten. Einige von ihnen sind auf Stelen aufgestellt. Foto: yt
Schönheiten aus dem Garten von Guido Müller: Eine Japanische Scheinquitte, dahinter eine Forsythie.. Foto: yt
  • Schönheiten aus dem Garten von Guido Müller: Eine Japanische Scheinquitte, dahinter eine Forsythie.. Foto: yt


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