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SPD will Bewerbung um das Siegel / Entscheiden muss im Mai der Rat

Soll Lügde Fair-Trade-Stadt werden?

Bad Pyrmont ist seit zwei Jahren ,,Fair-Trade-Stadt’’. Um das Siegel soll sich nun auch Lügde bewerben. Das wünscht sich jedenfalls die SPD. Ihren Vorschlag haben die Sozialdemokraten in einem Antrag formuliert. Am 2. Mai steht das Thema auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. (jl)

veröffentlicht am 28.04.2016 um 19:27 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Lügde. Garstang in Großbritannien war die erste der Welt. Aber längst sind auch Hamburg, München oder Paderborn welche. Aktuell dürfen sich 409 deutsche Orte „Fair-Trade-Stadt“ nennen; 85 weitere Kommunen sind als Bewerber gelistet. Hinter dem Siegel stehen Produkte, die unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Das bedeutet im Idealfall, dass zum Beispiel Kaffeebauern von ihrer mühsamen Arbeit leben können – und nicht nur große Konzerne die Löhne und Preise diktieren.

Auch Lügde sollte sich am Fairen Handel beteiligen. Das finden jedenfalls die Politiker der örtlichen SPD-Fraktion. Ihren Wunsch haben sie im Dezember in einem Antrag an den Stadtrat formuliert. Darin heißt es – auch mit Blick auf den Strom der Kriegs- und Armutsflüchtlinge nach Europa – die Deutschen „könnten deutlich mehr tun, als Waffen und Soldaten in die Krisengebiete zu schicken. Wir können sogar hier vor Ort dafür sorgen, dass die Lebensbedingungen in anderen Teilen der Welt, in denen unsere Lebensmittel erzeugt werden, lebenswerter gestaltet werden können“.

Mit dem seit vielen Jahren ehrenamtlich geführten Eine-Welt-Laden im Wichernhaus der evangelischen Gemeinde habe Lügde bereits einen Ansatz, den es auszubauen gelte. Ob im Rathaus, in der Kantine, im Café, im Verein oder im Einzelhandel – der Faire Handel biete viele Anknüpfungspunkte in der Stadt. Und noch einen möglichen Grund fürs Flagge-Zeigen nennt Antrags-Autor Joachim Krause: Die Fair-Trade-Anerkennung könne „unserem Renommee regional und überregional durchaus förderlich sein“, glaubt er.

Im Rathaus hat Volker Thiele ermittelt, welche Kriterien Lügde für den Erwerb des prestigeträchtigen Siegels erfüllen muss. Ein Weg, den Bad Pyrmont – seit zwei Jahren Fair-Trade-Stadt – nutzt, scheint Lügde den Regeln zufolge verschlossen: Wird dort etwa in Ratssitzungen fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt, so kommen Lügdes Politiker bei ihren abendlichen Zusammenkünften ohne Heißgetränk aus. Doch auch hier wissen die Macher der bundesweiten Aktion Rat, wie Thiele recherchiert hat: Demnach kann die Stadt einen Ausgleich schaffen, indem sie bei ihren Veranstaltungen fair gehandelte Produkte verwendet.

Und auch andere Akteure müssen mitmachen: Nach Lügdes Einwohnerzahl gerechnet, müssen mindestens vier Geschäfte und zwei Gastronomiebetriebe fair Gehandeltes im Sortiment führen. In einer Schule sowie in Verein und Kirchengemeinden muss die Aktion ebenfalls gepusht werden. Und ohne eine mindestens dreiköpfige Steuerungsgruppe geht es auch nicht. Am Montag, 2. Mai, sollen die Politiker das Thema zunächst im Haupt- und Finanzausschuss behandeln. Beschließen muss darüber letztlich der Rat am 9. Mai.



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