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24 000 Euro für diverse Projekte

So fördert die Lügder S&H-Stiftung „gelebte Gemeinschaft“

LÜGDE. Das Gemeinwohl lebt vom bürgerschaftlichen Engagement. Das gilt besonders in Lügde, wo sich viele Initiativen mit unterschiedlichsten Projekten außerordentlich erfolgreich dafür einsetzen. Doch ohne Geld kämen selbst die engagiertesten Ehrenamtlichen nicht weit.Da ist es ein Segen, dass die S&H-Stiftung hilft.

veröffentlicht am 02.05.2018 um 22:39 Uhr

Von Zuschüssen der Schwering & Hasse-Stiftung profitieren Jahr für Jahr Hunderte von Menschen auf unterschiedlichste Art. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Weil sich mit den zuletzt gerade einmal 7000 Euro Zinsen aus 300 000 Stiftungskapital keine großen Sprünge machen ließen, hat die Fabrikantenfamilie Hasse die Summe aus eigenen Mitteln auf rund 24 000 Euro aufgestockt. Was sich mit diesem Betrag alles anfangen lässt, zeigte jetzt die Vorstellung der aktuellen Projekte.

Angefangen beim wohl ältesten Baustein, dem freiwilligen „Fit for Job“-Training für Schülerinnen und Schüler der Johannes-Gigas-Schule. An den 2007 gestarteten Schulungen haben mittlerweile 600 Heranwachsende mitgemacht – und profitiert. Denn die erlangten Kompetenzen steigern die Chancen der Teilnehmer auf einen Ausbildungsplatz erheblich.

Doch die Nachwuchsförderung durch die S & H-Stiftung setzt noch deutlich früher ein – etwa mit der frühkindlichen Musikerziehung oder neuerdings in Lügdes Kinderfeuerwehr.

Gezielte Unterstützung für Einwandererkinder bietet ein anderes, noch junges Projekt: die Lernpatenschaften. Hier stehen fünf Lernpaten mittlerweile elf Kindern zur Seite. Eine von ihnen ist die 10 Jahre alte Rischenauer Grundschülerin Shinda. Sie und ihre vor einem Jahr aus Syrien nach Deutschland gekommenen Familie werden von Kerstin Trompeter begleitet. Das beginnt beim Hausaufgaben machen, geht übers gemeinsame Einkaufen und hört beim Erklären des Inhalts von Behördenbriefen nicht auf. „Shinda spricht inzwischen so gut Deutsch, dass sie für andere übersetzen kann. Und sie hilft auch einigen Mitschülern in Mathe“, schwärmen die Patin und ihre Lehrerin Angelika Gräler. Einen vorläufigen Berufswunsch hat Shinda auch schon: „Ich möchte Lehrerin werden.“

Auf die Elitenförderung im naturwissenschaftlichen Bereich am Pyrmonter Humboldt-Gymnasium fokussiert ein anderes Projekt, das die Stiftung sowie Bad Pyrmonts Rotarier und der private Sponsor Frank Maier gemeinsam fördern. Luca Reimers ist einer der ersten Schüler, die davon profitieren konnten. Ein einwöchiges XLab-Stipendium des Deutschen Museums München vermittelte dem Abiturienten wertvolle Einblicke in die Methodik wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens. Zudem knüpfte er dort Kontakte zu anderen Gleichaltrigen, die seine Interessen teilen. Lucas Urteil: „Das Projekt finde ich super.“

Und, klar: Wenn der MINT-Nachwuchs am kommenden Samstag „Informatik mit und ohne Strom“ im Emmerauenpark präsentiert (wir berichteten), hat die Schwering & Hasse-Stiftung auch hier mit Geld geholfen.

Zu guter Letzt hat es maßgeblich die Stiftung ermöglicht, dass den Sockel am Mahnmal für die Lügder Weltkriegstoten bald wieder eine weibliche Figur krönt, wie sie früher dort schon stand.

Und für die Zukunft ihres Beitrags zu einer „gelebten Gemeinschaft“ (Ernst-Michael Hasse) hat die Stiftung unter ihrem Geschäftsführer Georg-Jescow von Puttkamer schon wieder neue Projekte auf dem Zettel: einen „Treff der Generationen“, der Schüler mit alten Menschen zusammen- und ins Gespräch bringen soll sowie ein Leseförderprojekt an der Grundschule.



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