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Was Verein und Museum vorhaben

So feiern sie ihre Geschichte

Lügde/Bad Pyrmont (Hei). Mit dem Jubiläumsfest „Geschichte erleben – grenzenlos feiern“, das Lügde und Bad Pyrmont im Juni gemeinsam feiern, könnte etwas zusammenwachsen, was früher einmal zusammengehörte und dann durch Erbstreitigkeiten getrennt wurde. Der Streit um die Eigentumsverhältnisse der Grafen von Waldeck (als Nachfolger der Grafen von Gleichen) und des Paderborner Bistums, ausgetragen vor dem Reichskammergericht in Wetzlar, endete 1668 mit einem Vergleich. Von da an entwickelten sich die Ackerbürgerstadt Lügde und der Badeort Pyrmont in verschiedene Richtungen.

veröffentlicht am 21.04.2010 um 19:58 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:21 Uhr

„Wir haben die Gelegenheit zur Kooperation gerne wahrgenom
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An die historische Stunde des „Pyrmonter Hauptvergleichs von 1668“ erinnert auch ein Festvortrag, den der Historiker Dr. Hermann Engel aus Gilching am 28. April, 20 Uhr, zum Auftakt der Städtefeiern im Klostersaal Lügde halten wird. Es ist zudem eine Premiere besonderer Art: Zum ersten Mal veranstalten der Heimat- und Museumsverein Lügde und der Museumsverein im Schloss Pyrmont mit diesem Vortragsabend eine gemeinsame Aktion.

Und so werden die beiden Vorsitzenden Josef Hoppenstock, Lügde, und Marlene Zetzsche, Bad Pyrmont, die Gäste schon um 19 Uhr im Kloster empfangen und ihnen eine Dokumentation des Grenz-Vergleichs von 1668 vorstellen. Die Reproduktionen der Urkunden wurden vom Berufsförderungswerk in repräsentativer Form hergestellt und sind später im Heimatmuseum Lügde zu sehen. „Wir haben die Gelegenheit zur Kooperation gerne wahrgenommen“, unterstreicht Marlene Zetzsche. Und Pyrmonts Museumsleiter Dr. Dieter Alfter könnte sich sogar vorstellen, dass es in Zukunft einen kombinierten Eintrittspreis für Besucher beider Museen geben wird. Eine Anregung, die auch Josef Hoppenstock unterschreibt, dessen Verein Träger des Heimatmuseums Lügde ist: „Schließlich haben wir eine gemeinsame Geschichte“, sagt er. Dass mit Dr. Hermann Engel für den Festvortrag ein renommierter Historiker gewonnen werden konnte, freut auch Dieter Stumpe und Reinhard Oldemeier, zwei engagierte Kenner der Lügder Geschichte. Engel, der in Bad Pyrmont aufgewachsen ist, hat 1972 über ein Thema aus seiner Heimatstadt promoviert, das ebenfalls Bezug zum Hauptvergleich mit Lügde hat. „Geschichte der Grafschaft Pyrmont von den Anfängen bis zum Jahre 1668“ ist der Titel seiner Dissertation.

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