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Maxim Kowalew Don Kosaken ernten rauschenden Applaus

Siebenfache gewaltige Stimmkraft

Lügde. Gewöhnlich treten die Maxim Kowalew Don Kosaken zu siebt auf, wenn auch in unterschiedlicher Besetzung. Und die sieben Ausnahmekünstler, die im Rahmen ihrer Europatournee unter dem Titel „Ich bete an die Macht der Liebe“ das abendliche Konzert in der St.-Johannis-Kirche in Lügde bestritten, lieferten einen monumentalen Beweis ihres Könnens. Ein gewaltiger Bass, mächtige Baritonstimmen und federleichte saubere Tenöre unter der Leitung von Tenor und gleichzeitig Dirigent Viachaslau Yeromin beeindrucken die zahlreichen Zuhörer ungemein.

veröffentlicht am 25.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:44 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Lieder aus der russisch-orthodoxen Kirche, russische Folklore und Kosakenlieder sind bunt gemischt, wobei der erste Programmteil, a cappella gesungen, den ernsten Part bildet und der zweite Teil mit Knopfakkordeon-Begleitung durch Nikolai Bykov eher temperamentvoll und fröhlich daherkommt. Ernst und getragen die „Seligpreisungen“, die mit starker stimmlicher Kraft und Intensität interpretiert werden, schwermütig und mit viel Seele das georgische Volkslied „Suliko“, bei dem die Leitmelodie der Tenöre durch einen raumfüllenden Bass unterlegt wird. Hervorragende Solostimmen wie etwa von Siarhei Malkin (Tenor) oder Ulaszimir Salodki (Bariton) bieten eine enorme Bandbreite von russischer Melancholie in den „Abendglocken“ bis hin zu jubilierenden, aufsteigenden Stimmkaskaden im „Ave Maria“ oder „Ich bete an die Macht der Liebe“. Dabei wechselten Tempi, Lautstärke und Intensität, einfühlsam abgestimmt und in hervorragender stimmlicher Qualität.

Im Publikum ist es mucksmäuschenstill. Jeder lauscht sichtbar ergriffen – der folgende rauschende Beifall ist echt und anhaltend. Zweiter Teil des Konzerts, Einmarsch der sieben. Durch den Mittelgang geht’s zum Altar, hinter Nikolai Bykov mit dem Akkordeon her, nun wird es munter. Das russische Volkslied „Wo ist meine liebe Frau“ gibt Aliaksandr Lastouski die Bühne für seinen starken Tenor, nun hört man Kosakenmärsche, und jetzt kommt auch gelegentlich Bewegung in die sonst sehr diszipliniert stehenden Sänger.

Da ertönt das unvermeidliche „Stenka Rasin“ über einen kosakischen Aufstandsführer, dessen Melodie man auch in der Popmusik wiederfinden kann (wie übrigens auch manche Teile anderer Lieder) und das ebenso populäre „Kalinka“. Doch haben die Maxim Kowalew Don Kosaken in allen Stücken ihre ureigene Interpretationsweise und stimmliche Differenzierung, sodass nie Langeweile aufkommt. Sie singen keineswegs nur ein Programm herunter, man spürt den offensichtlichen Spaß daran, und der überträgt sich auf die Zuhörer. Folgerichtig wird beim Auszug der sieben gewaltig gejubelt, geklatscht und getrampelt, quasi in Vorfreude auf einen zukünftigen Auftritt, zu dem Pastor Holger Nolte-Guenther das Ensemble einlädt.



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