weather-image
16°
22 Realschul-Anmeldungen mehr

Schul-Modell kommt auch bei Lügder Eltern an

Lügde (jl). Die deutsche Hauptschule mag auf die Dauer ein Auslaufmodell sein. Und auch die Zusammenlegung der Haupt- und der Realschule zur „Johannes-Gigas-Schule am Ramberg“ dürfte das Bestehen beider Schulformen, angesichts des demografischen Wandels, nicht bis in alle Ewigkeit sichern. Aber Rektor Uwe Tillmanns ist derzeit durchaus zufrieden. „Wir haben für das nächste Schuljahr 80 Anmeldungen für die Realschule.“ Das seien 22 mehr als im vergangenen Jahr. Er schließt daraus, „dass sich die an die Zusammenlegung der beiden Schulen geknüpften Befürchtungen der Eltern nicht bewahrheitet haben.“ Sein Eindruck ist vielmehr: „Die Eltern honorieren die Attraktivität unserer Schule.“ Und zwar über die Grenzen der Stadt hinaus. So werden unter den künftigen Lügder Realschul-Fünftklässlern jeweils sieben aus Schieder und Schwalenberg sowie jeweils zwei Kinder aus Blomberg und Holzhausen sein.

veröffentlicht am 12.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

270_008_4057058_pn329_0502.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Tillmanns rechnet mit 22 neuen Hauptschülern

Für den Hauptschulzweig verzeichnet Tillmanns bisher 18 Anmeldungen. Hier werden vom Sommer acht Jungen und Mädchen aus Schieder-Schwalenberg zum Ramberg pendeln. Insgesamt rechnet Tillmanns aber mit 22 Hauptschul-Fünftklässlern. „Denn es gibt 18 Kinder aus Lügde und den Ortsteilen mit einer reinen Hauptschul-Empfehlung“, weiß er. Vier von ihnen seien aber bisher noch nirgends angemeldet worden, auch nicht in Bad Pyrmont. „Wahrscheinlich haben die Eltern bisher die Anmeldung versäumt“, schätzt der Rektor.

Mit langfristigen Prognosen zum Lügder Schulbetrieb hält sich Tillmanns zurück. Allenfalls will er sich darauf festlegen, dass das in Nordrhein-Westfalen einzigartige Fusions-Modell das Bestehen des Schulzentrums in seiner jetzigen Form „für die nächsten zwei, drei Jahre“ sichert.

Zwei neue Stellen bewilligt

Aber immerhin: Die Lügder Schule macht Schule. „Wir sind inzwischen relativ bekannt“, hat der Schulchef festgestellt. „Wir stehen sogar auf der Internet-Homepage des Ministeriums.“ Und es gibt immer wieder Anfragen aus anderen Städten mit ähnlichen Problemen, wo man sich über die hiesigen Erfahrungen mit dem Zusammenschluss informieren will.

Allerdings sind die Voraussetzungen nicht überall so gut wie in Lügde: „Wir hatten Glück, weil beide Schulen schon vor der Zusammenlegung im selben Gebäudekomplex lagen“, sagt Tillmanns.

Zufrieden ist er auch mit der Ankündigung aus Düsseldorf, „dass ich zwei neue Stellen ausschreiben kann“. Jetzt hofft er, dass sich geeignete Pädagogen finden, die in Lügde unterrichten möchten. „Denn wir sind nun einmal nicht der Nabel der Welt und größeren Städten gegenüber im Nachteil.“

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare