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Verwaltungsrichter empfiehlt Elbrinxer Eltern Rücknahme ihrer Klage zum Schulerhalt / Jürgens überlegt noch

Schulfrieden entpuppt sich als trügerische Hoffnung

Elbrinxen / Minden (jl). Der Countdown läuft – und die Hoffnung schwindet: Knapp eine Woche vor Ferienende hat der gegen die Einschulung aller Südstadt-Erstklässler nur in Rischenau klagende Elbrinxer Vater Oliver Jürgens gestern Post vom Verwaltungsgericht Minden bekommen. In seiner Hinweisverfügung räumt der mit der Klage befasste Vorsitzende Richter Burkhard Ostermann dem Anliegen des Elbrinxer Klägers zur Einschulung der 13 Erstklässler in der Dorfschule „keinen Erfolg“ ein – vor allem weil die Stadt Lügde an die Entscheidung der Schulleiterin gebunden sei. Zur Erinnerung: Barbara Gutenbeil hatte die alleinige Einschulung in Rischenau verfügt, weil nur 13 Kinder die Bildung einer eigenen Klasse nach geltendem Recht nicht gestatten und es somit auch keine Lehrkraft für die Kinder gibt. Der von den NRW-Landesparteien erzielte Schulfrieden, auf den die Elbrinxer und ebenso die Stadtverwaltung gebaut hatten, lässt nach Auffassung des Richters „keinen Raum für wahrscheinlich bald folgende Rechtsänderungen, die noch Einfluss auf das Verfahren haben könnten“. Deshalb empfiehlt Ostermann, die Klage zurückzuziehen.

veröffentlicht am 01.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

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„Wir wollen bis Anfang nächster Woche klären, wie wir weiter verfahren“, sagte Oliver Jürgens gestern auf Anfrage. „Uns ging es darum, die Einschulung in Elbrinxen zu erreichen“, betont der Vater. Sollte es darauf hinauslaufen, dass er schließlich recht bekäme, wenn die Elbrinxer Kinder bereits wochenlang in Rischenau zur Schule gingen, dann lege er darauf keinen Wert. „Wenn die Einschulung durch ist, dann ist das Thema auch durch“, so Jürgens. Wichtig sei ihm aber, alles zum Erhalt der Schule versucht zu haben, „damit es nicht eines Tages heißt: ,Hätten wir doch…‘.“ Obgleich er derzeit keine große Hoffnung hat, sagt er: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nie kämpft, hat schon verloren.“



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